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18./19. Februar: Motorsägenkurs.

Vorsicht !  Baum fällt !

Mitglieder der FFW Oberhaselbach lernen bei Grundkurs korrekten Umgang mit der Motorsäge – Teilnehmer erhalten Zertifikate.

Oberhaselbach (sk) – Das Thema Weiterbildung stand unlängst bei den Floriansjüngern der FFW Oberhaselbach auf dem Programm. Ein Großteil der aktiven und passiven Feuerwehrler absolvierte in Zusammenarbeit mit dem Forstrevier Hofkirchen, dem Amt für Land- und Forstwirtschaft, sowie der landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft einen zweitägigen Motorsägegrundkurs. Dabei standen die Themen Arbeitssicherheit, Wartung der Motorsäge und Arbeitstechnik in Theorie und Praxis im Vordergrund.

Geleitet wurde der Kurs von Forstwirtschaftsmeister Jankenschläger vom Amt für Land- und Forstwirtschaft, sowie Herrn Rothmayr von der landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft. Sie unterrichteten die Feuerwehrler der FFW Oberhaselbach sowohl in Theorie, als auch in der Praxis. Zunächst einmal stand für die Floriansjünger, die zum Teil aus blutigen Anfängern, zum Teil aber auch aus im Umgang mit der Motorsäge geübten Kameraden bestanden, die Theorie im Vordergrund. Man erfuhr, nach welchen Kriterien eine Motorsäge ausgewählt werden sollte, wie das Gerät gewartet und in Betrieb genommen wird und welche Schutzausrüstung man unbedingt im Wald oder bei einem Feuerwehreinsatz mit der Motorsäge tragen sollte. Der zweite Teil der Theorie beschäftigte sich dann vor allem mit dem korrekten Einsatz der Säge, der so genannten Fäll- und Schneidetechnik.

Mit theoretischem Wissen nun also bestens ausgestattet begaben sich die Feuerwehrler dann am zweiten Tag ins Forstrevier Holztraubach, wo sie Förster Albertskirchinger schon erwartete. Dort konnte man nun die in der Theorie gewonnenen Erkenntnisse in die Praxis umsetzen. Unter der fachmännischen Anleitung der Kursleiter konnte selbst so mancher „alte Hase“ noch einiges dazulernen. Bei der Abschlussbesprechung, in deren Rahmen den teilnehmenden Feuerwehrlern die Zertifikate für den erfolgreichen Abschluss des Kurses überreicht wurden, war man sich einig, dass dieser Kurs sowohl für Anfänger, als auch für Fortgeschrittene sehr zu empfehlen ist und damit eigentlich ein Muss für alle Floriansjünger, die im Rahmen ihrer Einsätze mit einer Motorsäge in Kontakt kommen.

 

21. März: Starkbierfest.

Starke Sprüche beim Starkbierfest.

Rund 200 Gäste bescheren FFW Oberhaselbach volle Hütte – Bruder Barnabas liest Dorf-Honoratioren die Leviten – Überraschungsgast sorgt für rundum gelungenen Abschluss.

Oberhaselbach (sk) – Alle zwei Jahre findet das Starkbierfest der Freiwilligen Feuerwehr Oberhaselbach statt und dieser Termin hat mittlerweile fast schon Kultstatus. Denn auch die dritte Auflage am vergangenen Samstag war ein riesiger Erfolg. Bereits kurz nachdem sich die Türen des Feuerwehrhauses um 18 Uhr 30 geöffnet hatten, war die Halle bis auf den letzten Platz gefüllt. Insgesamt tummelten sich rund 200 Menschen in erwartungsvoller Vorfreude auf das picke-packe-volle Programm.

Zunächst einmal hieß es aber, sich für die anstehenden Stunden kräftig zu stärken. Das geschah mit den kulinarischen Schmankerln wie Tafelspitz, kalter Braten oder Obazda, sowie den Bierspezialitäten aus der Privatbrauerei Stöttner, allen voran natürlich dem „Pfaffenator“. Unter den zahlreichen Gästen aus Nah und Fern waren natürlich auch einige Dorf-Honoratioren, die der erste Vorsitzende Erich Gruber ganz herzlich begrüßte. Neben dem 3. Bürgermeister der Marktgemeinde Mallersdorf-Pfaffenberg, Augustin Sigl, waren auch die Markträte Axel Schieder (zugleich 1. Kommandant der FFW Oberhaselbach) und Bernhard Rehm anwesend. Im späteren Verlauf des Abends stießen auch der 1. Bürgermeister Karl Wellenhofer, sowie der Ascholtshausener Pfarrer Patrice Banza Kabwende (selbst aktives Feuerwehrmitglied) zur geselligen Runde.

Weiters freute sich Gruber natürlich über die zahlreiche Anwesenheit der Feuerwehrkameraden aus Pfaffenberg, Ascholtshausen und Birnbach, sowie die vielen Vertreter der Ortsvereine (Frauenbund, Burschen, Schützen). Zum Abschluss versäumte es Gruber auch nicht auf die neugestalteten Räumlichkeiten hinzuweisen. Durch einen Anbau ans Feuerwehrhaus konnten die Tische anders angeordnet werden und es fanden so mehr Besucher Platz. Zudem wurde extra noch eine Tür installiert, um den Zugang für die Besucher zum Feuerwehrhaus zu erleichtern.

Mit einem Dank an die Mitglieder der FFW Oberhaselbach, die nicht nur das ganze Jahr über sehr aktiv sind, sondern auch diesmal mit flinken Händen und Beinen dafür sorgten, dass kein Wunsch der Besucher unbefriedigt blieb, übergab Gruber das Zepter an den zweiten Vorsitzenden Wolfgang Gutrath, der durch das abendliche Programm führte. Nach einer kurzen Pause, die man natürlich zur Stärkung (vor allem in flüssiger Form) nützte, bat Gutrath dann die Oberlindharter Bläser auf die Bühne. Das Quintett (1 Mädel, 4 Burschen) gaben fünf kurze Stücke zum Besten und ernteten dafür viel Applaus.

Nach diesem musikalischen Einstieg war dann Frauenpower angesagt. In Oberhaselbach gibt es seit einigen Jahren die gute Tradition eines Feuerwehrstammtischs, dem so genannten Mülltonnen-Montag-Stammtisch (weil er immer an den Montagen stattfindet, an denen die Müllabfuhr kommt). Seit Jahren rätselt das weibliche Geschlecht, warum sich diese Zusammenkunft einer so großen Beliebtheit erfreut und welche Themen dabei immer so fleißig (und lange) diskutiert werden!? Sogar der Pfarrer, der selbst Stammgast ist, konnte oder wollte nicht zur Aufklärung beitragen und berief sich auf das „Stammtischgeheimnis“! Nun haben sich vier Haselbacher Damen zusammengetan, um dieses Rätsel zu lösen. Und sie deckten auf, dass es hier nicht um schnelle Autos, hübsche Frauen oder Fußball geht, sondern die kleinen Befindlichkeiten des Lebens im Vordergrund stehen. Ihre nachgestellte Diskussion über diverse Salben, Tabletten und Bandscheibenvorfälle sorgten für viele Lacher und so manch eingezogenen Kopf bei den „Stammtischjüngern“.

Nach einem weiteren kleinen musikalischen Intermezzo, die Haselbacher Jungbläser (1 Mädel, 3 Burschen) holten sich ebenfalls den wohlverdienten Applaus des Publikums ab, nahte der Höhepunkt des Abends: der Auftritt von Fastenprediger Bruder Barnabas (alias Werner Kagermeier). Thematisch gestaltete er den Auftritt ein bisschen anders als vor zwei Jahren. Die internationale Politik (Obama-Hype in den USA) und die bayerische Landespolitik mit dem Trans-Rapid-Debakel, dem Landesbank-Desaster und dem Rauchverbot-Rückzieher streifte er nur kurz und widmete sich stattdessen vielmehr den lokalen Begebenheiten, was bei den Besuchern sehr gut ankam. Nach einigen lustigen Anekdoten zum Montags-Stammtisch (irgendwie ein beherrschendes Thema an diesem Abend), diversen Fahnenweihen oder zum Vatertagsausflug zog er anschließend die Dorf-Honoratioren und vor allem die Vorstandsmitglieder der Feuerwehr einzeln durch den Kakao, ohne allerdings unter die Gürtellinie zu gehen. Besonders der erste Vorsitzende Erich Gruber und das „Mädchen für alles“ Max Butz bekamen wieder mal ordentlich ihr Fett weg. Unter tosendem Applaus beendete Bruder Barnabas nach knapp einer Dreiviertelstunde sein launiges Programm – thematisch passend – mit einem Biergebet.

Wer allerdings nun gedacht hatte, nach diesem tollen Auftritt von Kagermeier sei keine Steigerung mehr möglich, sah sich getäuscht. Der bereits im Vorfeld der Veranstaltung angekündigte „Überraschungsgast“ rundete den Abend noch so richtig ab. Christine Brunner aus Ascholtshausen wandelt auf den Spuren ihres Vorbilds Monika Gruber (Kellnerin Monique, Grünwalds Freitags-Comedy, die Komiker) und steht der aus Funk und Fernsehen bekannten Oberbayerin in punkto Spitzzüngigkeit in nichts nach. Brunner erzählte Geschichten aus ihrem Leben und würzte diese mit deftigen Seitenhieben auf die Dorf-Honoratioren und die Männerwelt im Allgemeinen. Mehrmals hatten die Besucher Lachtränen in den Augen und klopften sich vor Vergnügen auf die Schenkel. Diese äußerst gelungene Talentprobe stellte den perfekten programmlichen Abschluss für diesen rundum gelungenen Abend dar. Wobei die Veranstaltung natürlich noch lange nicht zu Ende war. Viele der anwesenden Gäste ließen sich die Pointen des Abends zusammen mit einer Halbe „Pfaffenator“ teilweise bis in die Morgenstunden noch auf der Zunge zergehen.

Bruder Barnabas las so manchem gehörig die Leviten !

    Der Mülltonnen-Montags-Stammtisch einmal anders ...
 

4. April: Sauber macht lustig !

FFW Oberhaselbach beteiligt sich erstmals an "Sauber macht lustig".

Oberhaselbach (sk) - 54 fleißige Hände fegten unlängst durch Ober-, Mitter- und Unterhaselbach, sowie Kumpfmühle, Galling und Weinberg. Die erstmalige Teilnahme der Freiwilligen Feuerwehr Oberhaselbach an der Landkreisaktion "Sauber macht lustig" machte es möglich. Insgesamt 27 Teilnehmer, darunter 20 Kinder, sammelten in fünf Gruppen aufgeteilt Müll und Unrat auf und vor allem neben den Straßen ein - am Ende kamen insgesamt zehn große Müllsäcke zusammen. "Wir freuen uns über die große Beteiligung gleich beim ersten Mal, und vor allem freuen wir uns, dass so viele Kinder mit dabei waren und mitgeholfen haben", strahlten die Organisatoren, der zweite Kommandant Alfred Luginger und Jugendwart Andreas Rauch, um die Wette. Bereits zum dritten Mal hat der Zweckverband Abfallwirtschaft (ZAW) Straubing Stadt und Land diese Aktion unter Beteiligung der Landkreisgemeinden durchgeführt.

 

25. April: Neuwahl der Kommandanten.

Neuer Kommandant an der Spitze der FFW Oberhaselbach.

Oberhaselbach (sk) – Die Kommandantenwahl bei der FFW Oberhaselbach brachte einen Wechsel an der Spitze. Der bisherige 2. Kommandant Alfred Luginger übernimmt nun das Ruder und wird von seinem Vorgänger, Axel Schieder, in Zukunft unterstützt. In der geheimen Wahl, an der sich 24 aktive Feuerwehrler beteiligten, tauschten die beiden einfach die Plätze.

Alle 6 Jahre steht bei der FFW Oberhaselbach die Kommandantenwahl auf dem Programm. Bisher immer eine reine Routineangelegenheit. Der 1. Kommandant Axel Schieder hatte das Amt seit 1991 inne und wurde aufgrund tadelloser Leistung immer wieder gewählt (zuvor war er schon vier Jahre lang 2. Kommandant). Doch seine Wahl zum Marktgemeinderat im vergangenen Jahr bescherte Schieder einen unglaublich vollen Terminkalender, so dass man sich im Ausschuss der FFW Oberhaselbach auf einen Wechsel an der Spitze einigte. Schieders langjähriger Stellvertreter, Alfred Luginger, bisher vor allem mit der Heranführung des Nachwuchses beschäftigt, soll nun also das Amt des 1. Kommandanten übernehmen.

Am Samstag Abend begrüßte deshalb 1. Vorstand Erich Gruber 23 aktive (nur diese sind wahlberechtigt), sowie einige passive Mitglieder im Gasthaus Neumeier in Oberhaselbach. Zur Kommandantenwahl waren zudem der 1. Bürgermeister des Marktes Mallersdorf-Pfaffenberg Karl Wellenhofer, der 3. Bürgermeister Augustin Sigl (selbst aktives Feuerwehrmitglied) und der Markt-Kämmerer Peter Hartl erschienen. Zunächst einmal betonte Gruber in seiner Begrüßungsrede die Wichtigkeit des Amtes. Gerade im organisatorischen Bereich hätten die Kommandanten viele Aufgaben, vor allem natürlich die Vorbereitung der Feuerwehrler auf die einzelnen Leistungsprüfungen. „Wenn der Kommandant seine Truppe gut im Griff hat, lässt sich in einer Ortsfeuerwehr viel bewegen“, so Gruber zum Abschluss seiner Rede.

Nach dieser kurzen Einführung wurde ein Wahlausschuss gebildet, dem neben dem 1. Bürgermeister auch zwei Beisitzer (3. BGM Sigl und das aktive Mitglied Anja Guggenberger) angehörten. Dieser leitete die Wahl. Für den Posten des 1. Kommandanten gab es erwartungsgemäß nur den Vorschlag Alfred Luginger, der anschließend geheim gewählt wurde und diese Wahl natürlich auch annahm. Ebenso wurde beim Posten des 2. Kommandanten verfahren. Hier stellte sich nur Axel Schieder zur Wahl. Einziger Unterschied: mit dem Ascholtshausener Pfarrer Patrice Banza Kabwende war mittlerweile das 24. aktive Mitglied erschienen, das natürlich dann auch umgehend an der Wahl teilnahm.

Die beiden neuen alten Kommandanten bedankten sich anschließend für das zum Ausdruck gebrachte Vertrauen und versprachen vollen Einsatz für die FFW Oberhaselbach. Mit einer kurzen Abschlussrede des 1. Bürgermeisters, in der er noch auf die Verdienste von Schieder, unter dessen Amtsführung unter anderem der Anbau an das Feuerwehrhaus und eine Fahnensegnung durchgeführt wurden, einging, endete die harmonische Veranstaltung.

V.l.n.r.: 3.Bürgermeister: A. Sigl, 2.Kommandant: A. Schieder, Pfarrer: Patrice Banza-Kabwende, 1. Kommandant: A. Luginger, 1.Vorstand: E. Gruber, 1. Bürgermeister: K. Wellenhofer
 

7. Mai: Gemeinschaftsübung.

Feuerwehren proben gemeinsam für Ernstfall

Oberhaselbach (sk) - Vor kurzem trafen sich die Feuerwehren Oberhaselbach, Ascholtshausen und Pfaffenberg zur gemeinschaftlichen Löschübung. Der angenommene Brand eines landwirtschaftlichen Anwesens in Galling bei Oberhaselbach wurde in Zusammenarbeit der anwesenden Wehren bekämpft. Das Zusammenspiel der unterschiedlichen Lösch- und Rettungsmöglichkeiten der einzelnen Wehren wurde geübt und vertieft. Neben Verletztenbergung wurde auch der Einsatz von Wasserwerfer und Atemschutz erprobt. Im Anschluss der Übung wurde beim Feuerwehrhaus Oberhaselbach der gemeinsame Einsatz bei einer kleinen Brotzeit besprochen.
Nach Aussage aller anwesenden Führungs- und Ausbildungskräfte, konnten durch die Zusammenarbeit wieder wichtige Erfahrungen und Kenntnisse für den Ernstfall gewonnen werden.

19. Mai: Leistungsprüfung.

Feuerwehr Oberhaselbach stellt Einsatzbereitschaft unter Beweis

Vergangene Woche legte eine gemischte Gruppe der aktiven Wehr das Leistungsabzeichen der Variante 1 Löschangriff ab.

Die Teilnehmer bereiteten sich die letzten 2 Wochen intensiv auf die ihnen gestellten Aufgaben vor und konnten die Prüfung unter Leitung von Kreisbrandmeister Herbert Dietl und 1.Kommandant der Feuerwehr Pfaffenberg Michael Kagermeier mit guten Erfolg ablegen.

Im Einzelnen wurden ausgezeichnet: Brunner Alfred (Gold-Rot), Riescher Thomas (Gold Blau), Rauch Andreas, Zellmeier Markus, Zellmeier Stefan (jeweils Gold), Rauch Martin (Silber), Fuhrmann Oliver, Gruber Alexander, Luginger Bernhard (jeweils Bronze).

Kommandant Alfred Luginger bedankte sich bei allen Teilnehmern für die zuverlässige Mitarbeit und lud im Anschluss an die erfolgreiche Leistung alle Feuerwehrkameraden und Ehrengäste zu einer kleinen Brotzeit im Feuerwehrhaus ein.

 

17. Juni: Truppführerprüfung.

5 neue Truppführer für die FFW Oberhaselbach

5 neue Truppführer für die FFW Oberhaselbach Feuerwehrfrau und vier männliche Kollegen absolvieren Prüfung problemlos – KBM Herbert Dietl voll des Lobes

 (sk) Oberhaselbach – 5 Feuerwehrkameraden der FFW Oberhaselbach stellten sich am Mittwoch Abend dem dritten und letzten Teil der Feuerwehr-Grundausbildung – und bestanden diese Prüfung mit Bravour. Unter den Augen der beiden Schiedsrichter, Kreisbrandmeister Herbert Dietl und dem Kommandanten der FFW Pfaffenberg, Michael Kagermeier, absolvierten eine Feuerwehrfrau (Kerstin Silberbauer) und ihre vier männlichen Kollegen (Andreas Rauch, Christian Beck, Markus und Stefan Zellmeier) sowohl einen praktischen, wie auch einen theoretischen Teil.

 185 Stunden Theorie und Praxis – unter anderem mit Themen wie Rechte und Pflichten des Feuerwehrdienstleistenden, Fahrzeug- und Gerätekunde, Gefährliche Stoffe und Güter, sowie Unfallverhütung – lagen hinter den 5 Prüflingen, als sie am Mittwoch Abend zu der abschließenden Herausforderung antraten. Nach den insgesamt 150 Stunden, die die zweiteilige Ausbildung zum Truppmann beinhaltet hatte, nahm das Quintett nochmals 35 Stunden Ausbildung auf sich, um sich auch noch den Dienstgrad des Truppführers zu erwerben. Und diese Ausbildung, die unter der Leitung des neuen ersten Kommandanten der FFW Oberhaselbach, Alfred Luginger, abgelaufen war, hat sich gelohnt. Denn alle fünf absolvierten die Prüfung problemlos.

 Zunächst einmal stand unter den gestrengen Augen des Schiedsrichter-Duos als praktische Aufgabe die „Wasserentnahme aus einem Hydranten“ auf dem Programm. Jeweils in Zweier-Gruppen (insgesamt drei Durchläufe) eingeteilt zeigten die Prüflinge, dass sie in den zahllosen Übungsstunden nicht auf der faulen Haut gelegen, sondern die notwendigen Handgriffe dabei in Fleisch und Blut übergegangen waren. KBM Dietl hatte in der abschließenden Nachbesprechung nur marginale Kleinigkeiten zu bemängeln.

 Ebenso souverän wie den praktischen Teil, nahmen die fünf Prüflinge dann anschließend den theoretischen Teil in Angriff. Jeder musste dazu einen 50 Fragen umfassenden Bogen ausfüllen, der das in den Theoriestunden erworbene Wissen abfragte. Um Manipulationen auszuschließen bekam jeder einen anderen Fragebogen. Auch hier zeigte sich schnell, dass die zusammen mit Kommandant Luginger erarbeiteten Lösungen zum allergrößten Teil richtig waren. Alle fünf bestanden auch den theoretischen Teil somit leicht und locker. In der Nachbesprechung lobte KBM Dietl die gute Ausbildung und bedankte sich für das gezeigte Engagement der Prüflinge und des Kommandanten. Auch Luginger fand abschließend nur lobende Worte für den Fleiß und die Einsatzbereitschaft der fünf frischgebackenen Truppführer.

           
Die fünf frischgebackenen Truppführer   Feuerwehrfrau Kerstin in Aktion Den Schiedsrichtern entgeht nichts
             

29. August: Ausflug der Jugendgruppe.

Feuerwehrnachwuchs Oberhaselbach an der Donau

Oberhaselbach (sk): Am vergangenen Wochenende fuhr die Jugendgruppe der Freiwilligen Feuerwehr Oberhaselbach nach Regensburg, um auf den Spuren der Römer das Weltkulturerbe vor unserer Haustüre zu erkunden.
Im Rahmen einer Stadtmausführung mit dem Thema "Lager, Limes, Legionäre wurde den Kindern und Jugendlichen die Lebensweise unserer römischen Vorfahren an der Donau in Regensburg sehr lebendig nahegebracht.
Anschließend ging es flussaufwärts, wo uns die freiwillige Feuerwehr Matting mit ihrem eigenen Feuerwehrboot zur Donaufahrt bereits erwartete.
Alle Teilnehmer konnten nach Einweisung des fachkundigen Bootspersonals die Donau und ihre Ufer hautnah erleben. Auch die Badebegeisterten kamen in der eigens für die Kinder vorhanden Badebucht auf ihre Kosten.
Nach Aussage aller Teilnehmer wird der überaus abwechslungsreiche Tag allen in guter Erinnerung bleiben.

20. Oktober: Gemeinschaftsübung.

Feuerwehren üben gemeinsam technische Hilfeleistung.

Oberhaselbach (sk): Die Feuerwehren Oberhaselbach und Mallersdorf übten gemeinsam die Hilfeleistung im technischen Einsatz.
Als Übungsszenario wurde ein Unfall mit einer eingeklemmten Person unter einer LKW-Zugmaschine angenommen.
Beide Feuerwehren ergänzten sich untereinander, wobei der Einsatz von Hebekissen, Seilzug und Büffelheber geprobt wurde.
Aufgrund der nächtlichen Voraussetzungen kamen auch Lichtgiraffe und Drehleiter zum Einsatz.

Beide Kommandanten waren mit den erbrachten Übungsleistungen zufrieden und konnten ihren Feuerwehraktiven, insbesondere den Nachwuchskräften wertvolle Erkenntnisse vermitteln.

 

21. November: Jahreshauptversammlung.

Max Butz mit Floriansmedaille ausgezeichnet.

Langjähriger Gerätewart und Fähnrich erhält als erstes Mitglied der FFW Oberhaselbach diese Auszeichnung – weitere Ehrungen für Alfred Hatzl, Alfred Luginger und Beate Geiger

Oberhaselbach (sk) – Die diesjährige Jahreshauptversammlung der FFW Oberhaselbach im Gasthaus Neumeier in Oberhaselbach beinhaltete zwar keine Neuwahlen, war aber trotzdem eine spannende Veranstaltung. Denn der langjährige Gerätewart und Fähnrich Max Butz erhielt als erstes Mitglied in der Geschichte der FFW Oberhaselbach die Floriansmedaille in Silber des Kreisfeuerwehrverbands Straubing-Bogen.

Zunächst einmal begann die JHV aber recht unspektakulär. Der zweite Vorstand Wolfgang Gutrath, der in Abwesenheit des ersten Vorstands Erich Gruber, die Versammlung leitete, begrüßte um kurz nach 20 Uhr die anwesenden Ehrengäste mit 1. Bürgermeister Karl Wellenhofer, Kreisbrandrat Johann Leidl, Kreisbrandinspektor Werner Schmitzer, Kreisbrandmeister Herbert Dietl, 3. BGM Augustin Sigl, Marktgemeinderat Axel Schieder und Pfarrer Patrice Banza Kabwende (die drei letztgenannten sind auch aktive Mitglieder). Anschließend stellte Gutrath fest, dass gemäß Satzung die Mitglieder über die Tagespresse eingeladen worden waren und damit die JHV ordnungsgemäß durchgeführt werden kann. Nach der obligatorischen Gedenkminute für die verstorbenen Kameraden und einem kurzen Dank an die Vorstandskollegen und alle Kameraden, die im abgelaufenen Jahr Dienste für die Feuerwehr abgeleistet haben, übergab Gutrath das Wort an den ersten Kommandanten Alfred Luginger.

Dieser ging zunächst einmal auf die Kommandantenwahl am 24. April dieses Jahres ein. Damals übernahm Luginger absprachegemäß das Amt des ersten Kommandanten von seinem langjährigen Vorgänger Axel Schieder, der nun die Stellvertreter-Rolle übernommen hat. Im abgelaufenen Jahr habe es keine Brandeinsätze gegeben, so Luginger weiter, und darüber sei er froh, denn ein Einsatz sei immer mit Leid für Menschen verbunden. So blieb es bei einem Einsatz wegen eines Sturmschadens in Oberhaselbach und diversen Sicherheitswachen (Martinszug, Ostermontagsritt, Kreuzweg und Fahnenweihe Oberlindhart). Nichtsdestotrotz habe die FFW Oberhaselbach auch im Jahre 2009 fleißig geübt, um für den Ernstfall gerüstet zu sein. So wurden fünf Löschgruppenübungen zusammen mit befreundeten Wehren durchgeführt, sowie zwei technische Übungen. Insgesamt komme man damit auf 120 Übungsstunden im abgelaufenen Jahr, so Luginger. Highlight des Jahres war ein Motorsägekurs unter Leitung des Forstamtes Hofkirchen. Im Februar beteiligten sich 13 Aktive der FFW an diesem zweitägigen Kurs und beendeten diesen mit einem Diplom. Auch Pfarrer Kabwende war wieder äußerst aktiv. Er absolvierte den zweiten Teil seiner Notfallseelsorgerausbildung, die zehn Tage lang dauerte. Weiters machten zwei Kameraden die Atemschutzträgerausbildung mit, eine gemischte Gruppe von 9 Aktiven legte das Leistungsabzeichen der Variante 1 Löschangriff und fünf Kameraden die Truppführerprüfung (Dritter Teil der Feuerwehrgrundausbildung) ab.

Zudem hat die FFW Oberhaselbach seit 2008 auch eine Jugendfeuerwehr, Jugendwart Andreas Rauch gab einen kurzen Abriss über die Aktivitäten. So beteiligte man sich heuer mit 20 Kindern bzw. Jugendlichen an der ZAW-Aktion „Sauber macht lustig“ und führte einen Tagesausflug auf den „Spuren der Römer“ in Regensburg durch. Highlight der Veranstaltung war für die zwölf Kinder und acht Erwachsenen die abschließende Fahrt auf dem Feuerwehrboot der FFW Matting auf der Donau. Für die insgesamt 28 Mitglieder der Jugendfeuerwehr sind im kommenden Jahr dann erstmals auch Übungen und Prüfungen vorgesehen. Nach diesem kurzen Intermezzo übernahm wieder Luginger das Wort. Er stellte fest, dass von den 42 aktiven Kameraden nur 26 an den Übungen in diesem Jahr teilgenommen hatten und legte den restlichen 16 nahe, sich über eine passive Mitgliedschaft Gedanken zu machen. Besonders erfreulich ist, dass der Anbau des Feuerwehrgerätehauses mittlerweile vollständig fertig sei und seine Feuertaufe beim alljährlichen Starkbierfest bereits bestanden hat. Mit einem kurzen Ausblick auf das Jahr 2010 – besonders im Fokus steht ja die Fahnensegnung mit 135-jährigem Gründungsfest vom 20. bis 22. August 2010 – beendete Luginger seine Ausführungen.

Als nächster legte Klaus Husarek seinen Kassenbericht vor. Zwar hatten die Ausgaben für den Feuerwehrgerätehausanbau und die Renovierung der alten Fahne im Hinblick auf das anstehende Fest ein Loch ins Budget der FFW gerissen, aber trotzdem steht man finanziell immer noch sehr solide da. Deshalb war es auch logisch, dass Husarek von den beiden Kassenprüfern Oliver Fuhrmann und Ludwig Rauch viel Lob und von den anwesenden Mitgliedern die fällige Entlastung einstimmig bekam (ebenso wie die ganze Vorstandschaft).

Erwartungsfroh sah man dann Punkt Fünf der Tagesordnung, dem Bericht der Chronistin entgegen. Beate Geiger ist bekannt für ihre launigen Jahresrückblicke, die mit Humor aber auch Hintersinn vorgetragen werden. Auch diesmal gelang ihr wieder ein Meisterstück. Angesichts des anstehenden Gründungsfestes entführte sie die Zuhörer beginnend mit dem Zitat „Hearst as net, wia die Zeit vergeht“ aus dem Hubert von Goisern-Song in die Zeit der Feuerwehr-Gründerväter. Und als sie die Ereignisse des abgelaufenen Jahres wie die Christbaumversteigerung, den Ball der Vereine, das Starkbier- und das Grillfest, den Besuch im Mallersdorfer Kloster, sowie den Jahresausflug nach Würzburg noch einmal lebendig werden ließ, dachte jeder der Anwesenden mit einem Schmunzeln zurück. Am Ende ihres Vortrags erntete sie tosenden Applaus.

Die gute Stimmung wurde gleich zum nächsten Punkt, den Ehrungen, mit rüber genommen. Bevor allerdings langjährige Mitglieder ausgezeichnet wurden, wurde zunächst Bernhard Luginger als neues Mitglied in der Feuerwehrfamilie begrüßt. Anschließend übernahm Bürgermeister Wellenhofer das Wort, bedankte sich für die geleistete Arbeit der Feuerwehr und stellte besonders die Nachwuchsarbeit in Oberhaselbach als leuchtendes Beispiel heraus. Dann war es aber soweit: Alfred Hatzl (langjähriger 2. Kommandant und 2. Fähnrich) erhielt als erster aus den Händen von Wellenhofer und Leidl die verdiente Ehrung für 25 Jahre aktiven Dienst in der Feuerwehr. Neben der Urkunde vom Landkreis und dem Marktkrug erhielt er auch von der FFW Oberhaselbach selbst noch einen Ehrenkrug. Das gleiche Procedere gab’s dann bei Alfred Luginger (amtierender 1. Kommandant), der ebenfalls für 25 Jahre aktiven Dienst ausgezeichnet wurde, anstelle des Marktkrugs aber einen Feuerwehrteller erhielt. Zum Abschluss wurde auch noch Chronistin Beate Geiger vereinsintern für 10 Jahre Feuerwehrdienst geehrt.

Kreisbrandrat Leidl wünschte abschließend ein erfolgreiches Fest im nächsten Jahr, berichtet noch kurz über den aktuellen Stand bei der geplanten Inbetriebnahme der integrierten Leitstelle in Straubing und die Verbesserungen durch den künftigen Einsatz des Digitalfunks. Doch damit war der Punkt Ehrungen noch nicht abgehakt.

Getreu dem Motto: das Beste soll man sich bis zum Schluss aufheben ergriff nun Kreisbrandinspektor Werner Schmitzer das Wort und überraschte den Geehrten, wie auch fast alle anwesenden Feuerwehrkameraden, mit der Verleihung der Floriansmedaille in Silber. Diese besondere Auszeichnung des Kreisfeuerwehrverbands gibt es seit einigen Jahren und sie ist speziell für Mitglieder gedacht, die nicht an der Spitze stehen, aber ohne die das Bestehen des Vereins viel schwieriger, wenn nicht gar unmöglich wäre. Und ein solches Mitglied ist Max Butz. Seit 1966 (als 15-Jähriger) ist er der Feuerwehr beigetreten und war von Anfang an Fähnrich. Dieses Amt übt er mittlerweile seit 43 Jahren aus. Dazu kommen noch 31 Jahre als Gerätewart und ungezählte Stunden freiwilliger Arbeit in und um das Gerätehaus. Wegen dieser Aktivitäten und wegen seiner tatkräftigen Unterstützung der Kommandanten in all den Jahren wurde ihm diese besondere Auszeichnung zuerkannt. Nach diesem emotionalen Moment war es gut, dass sich die Veranstaltung nun ihrem Ende näherte.

Gutrath schloss die Versammlung mit den Hinweisen auf die Christbaumversteigerung am 12. Dezember ab 20 Uhr im Gasthaus Neumeier, das Jahresabschlussessen am 3. Januar im Gasthaus Bücherl und nochmals der Bitte um tatkräftige Unterstützung aller bei der Fahnensegnung mit Gründungsfest vom 20. bis 22. August 2010. Mit einer deftigen Brotzeit ging der Abend dann in seinen gemütlichen Teil über.

von links sitzend: 1. BGM Karl Wellenhofer, 1. Kom. Alfred Luginger, Max Butz, Beate Geiger, Alfred Hatzl, KBR Johann Leidl
von links stehend: 2. Kom. Axel Schieder, 2. Vorstand Wolfgang Gutrath, Bernhard Luginger, KBM Herbert Dietl, KBI Werner Schmitzer, 3.BGM Augustin Sigl
 

v.l.n.r.: 1. BGM Karl Wellenhofer, 1. Kom. Alfred Luginger, Max Butz (Floriansmedaille in Silber), KBI Werner Schmitzer, KBR Johann Leidl, KBM Herbert Dietl