2 0 1 0


 

 2. April: Fischgrillen.

Fast schon zur Tradition geworden ist das Fischgrillen am Karfreitag. Auch heuer wurden wieder ca. 120 Fische innerhalb kürzester Zeit an den Mann gebracht:

     
  Grillmeister unter sich ...   Ein "starkes" Team !  
 

 13. April: Brand in Unterhaselbach.

Aus bislang ungeklärter Ursache brannte im Ortsteil Unterhaselbach eine Scheune völlig nieder. Das angrenzende Wohnhaus konnte gerettet werden. Verletzte gab es nicht.
Am Dienstagmorgen, 05.30 Uhr, bemerkte eine PKW-Fahrerin, als sie durch Unterhaselbach, fuhr, dass eine Scheune in der Ortsmitte brannte. Sie verständigte sofort einen Anwohner, der die Feuerwehr alarmierte. Zu dem Zeitpunkt schlugen die Flammen bereits aus dem Dachstuhl.
Den eintreffenden Feuerwehren gelang es, das direkt an die brennende Scheune angrenzende Wohnhaus des Brandleiders zu retten und ein Übergreifen des Feuers zu verhindern. Die Scheune selbst, in der unter anderem Stroh gelagert war, brannte völlig ab.
Gegen 04.00 Uhr hatten Nachbarn einen "Knall" gehört, den sie zunächst nicht zuordnen konnten. Eventuell war dieser "Knall" der Auslöser des Brandes.
Die Ermittlungen bezüglich der Brandursache wurden aufgenommen. Derzeit steht die Ursache jedoch noch nicht fest. Hinweise von weiteren Zeugen, die zu dem Brand Angaben machen können, nimmt die Polizei Mallersdorf-Pfaffenberg unter 08772/91000 entgegen.
Der Sachschaden am Brandobjekt beläuft sich auf ca. 50000 Euro. Des weiteren wurde ein benachbartes Haus leicht beschädigt.
Zur Brandbekämpfung waren die Feuerwehren aus Oberhaselbach, Ascholtshausen, Pfaffenberg, Mallersdorf und Neufahrn im Einsatz. Zur weiteren Unterstützung wurden durch KBM Dietl die Wehren aus Ergoldsbach, Rottenburg und Oberroning alarmiert, welche aber nicht mehr aktiv zum Einsatz kamen.
Die Ortsfeuerwehr Oberhaselbach war mit 20 Einsatzkräften vor Ort und übernahm im Anschluss die Brandwache.

     
 

 1. Mai: Festmutterbitten.

Christa Schieder ist Festmutter für das anstehende Gründungsfest mit Fahnensegnung
 

 Mitterhaselbach (sk) – „Mairegen bringt Segen“ – getreu diesem Motto hat Petrus für das Gründungsfest mit Fahnensegnung zum 135-jährigen Bestehen der FFW Oberhaselbach (20. – 22. August 2010) offenbar ganz viel Segen vorgesehen! Denn pünktlich zum Beginn des Festmutterbittens am Samstag gegen 14 Uhr 30 öffnete der Himmel seine Schleusen.

Davon ließen sich die tapferen Mitglieder der Feuerwehr nicht abhalten. Begleitet von der zahlreich erschienenen Bevölkerung setzte sich der Zug – angeführt von der Blaskapelle Schieder – vom Hof der Familie Zellmeier bis zum Anwesen der angehenden Festmutter Christa Schieder pünktlich in Bewegung. In weiser Voraussicht (und weil man wohl fleißig dem Wetterbericht gelauscht hatte) waren dort zahlreiche Pavillons zum Schutz gegen den Regen aufgebaut.

Nach Ankunft des Zuges ergriff sofort FFW-Vorsitzender Erich Gruber das Wort. Er erklärte, dass Christa Schieder von Anfang an die Ideal- und Wunschbesetzung der gesamten Vorstandschaft für die Aufgabe der Festmutter gewesen sei. Deshalb fuhr er ihr im Urlaub sogar bis an den Chiemsee hinterher, um sich das Ja-Wort dafür abzuholen. Und deshalb stünde er nun mit der ganzen Feuerwehr im Rücken hier, um die Sache offiziell zu bestätigen.

Doch ganz so einfach machte es die angehende Festmutter der Vorstandschaft nicht. Wie es der Tradition entspricht musste eine Abordnung (bestehend aus 1. Vorstand Gruber, 2. Vorstand Wolfgang Gutrath, Kommandant Alfred Luginger, Fähnrich Max Butz und Pfarrer Patrice Banza Kabwende, der selbst aktives Feuerwehrmitglied ist) auf einem langen Holzscheit knien und den „Festleitertest“ bestehen.

Dieser bestand aus drei Aufgaben. Zunächst galt es mit Hilfe eines Feuerwehrschlauchs ein rohes Ei ca. 20 Meter weit hin und zurück zu befördern. Diese Aufgabe meisterten die Fünf erst im zweiten Versuch. Auch für den zweiten Test, nämlich das Löschen von fünf Kerzen mit Hilfe einer Wasserpistole, brauchte der ein oder andere mehrere Anläufe bzw. zwischendurch den ein oder anderen Schluck hopfen- und malzhaltigen „Zielwassers“. Nach so viel Anstrengung kam die dritte Aufgabe gerade recht. Es hieß nämlich ein Stamperl „Wüstenschnaps“ auf ex zu leeren. Als Belohnung für die prompte Erledigung dieser Herausforderung gab’s anschließend ein Stamperl richtigen Schnaps!

Nachdem die Fünf also den „Festleitertest“ mehr oder minder problemlos bestanden hatten, konnte die ganz in ein fantastisch aussehendes Brombeerfarbenes Kostüm gekleidete Festmutter ihr Ja-Wort nicht mehr verweigern. Unter dem Jubel der Feuerwehrler und der äußerst erfreulichen Anzahl von rund 300 Besuchern aus Unter-, Mitter- und Oberhaselbach, sowie Kumpfmühle sagte sie zu!

Als kleines Dankeschön überreichte die Vorstandschaft eine große handgefertigte Bambusvase mit einem tollen Blumenstrauß (weiß) an die Festmutter, die zudem von ihren Festdamen als Dank für die Einladung auch noch eine Sonnenuhr geschenkt bekam. Danach ging es mit reichlich Essen und Trinken zum gemütlichen Teil über. Wenn diese Auftaktveranstaltung ein Indiz für den Verlauf des Gründungsfestes mit Fahnensegnung im August war, dann dürfte einer erfolgreichen Veranstaltung nichts im Wege stehen!

           
Noch lachen sie ... Die Strapazen stehen ihnen schon ins Gesicht geschrieben ... Nach erfolgreich abgelegten Prüfungen hat die Festmutter die Bitten erhört !
         

v.l.: Pfarrer Patrice Banza Kabwende, 2. Vorstand Wolfgang Gutrath, Andreas Rauch, Festmutter Christa Schieder, 1. Vorstand Erich Gruber, 1. Kommandant Alfred Luginger, Max Butz

  8. Mai: Schirmherrnbitten.

FFW Oberhaselbach hat Schirmherrn: Augustin Sigl macht’s
 

Oberhaselbach (sk) – Weiß-blauer Himmel statt Schmuddelwetter: das Schirmherrenbitten der FFW Oberhaselbach für das 135-jährige Gründungsfest mit Fahnensegnung (20. – 22. August) stand diesmal unter einem wesentlich besseren Stern als das Festmutterbitten vor Wochenfrist.

Die Sonne lachte von einem frühlingshaften weiß-blauen Himmel, als sich der Zug der Feuerwehrler aufmachte, um sich nach der Zusage der Festmutter letzten Samstag, diesmal das Ja-Wort des designierten Schirmherrn zu holen. Vielleicht liegt es auch an der exponierten Lage des Sigl-Guts (nämlich direkt neben der Kirche!), das Petrus diesmal ein Einsehen mit den Oberhaselbacher Feuerwehrlern hatte. Denn genau den Herrn des Sigl-Anwesens, den dritten Bürgermeister der Marktgemeinde Mallersdorf-Pfaffenberg, Augustin Sigl, hat man sich als Schirmherrn für das große Fest im August ausgeguckt.
 
Dieser blickte dem ankommenden Zug, der erneut von der Blaskapelle Schieder angeführt und von zahlreichen Bewohnern aus Unter-, Mitter- und Oberhaselbach, sowie Kumpfmühle begleitet wurde, erwartungsfroh entgegen. Denn ähnlich wie Festmutter Christa Schieder eine Woche zuvor, hatte sich auch der angehende Schirmherr einige „Tests“ für die Abordnung der FFW Oberhaselbach einfallen lassen.
 
Diese bestand neben 1. Vorstand Erich Gruber, 2. Vorstand Wolfgang Gutrath, Fähnrich Max Butz und Pfarrer Patrice Banza Kabwende (aktives Mitglied der FFW), diesmal zusätzlich noch aus dem 2. Kommandanten Axel Schieder (in Vertretung für den beruflich verhinderten 1. Kommandant Alfred Luginger) und der frischgebackenen Festmutter Christa Schieder. Dieses Sextett musste dann gleich mal auf einem langen Holzscheit niederknien. Allerdings nicht ohne dass der designierte Schirmherr – unter dem Gelächter der Anwesenden – zuvor die Knie der Bittenden auf etwaige Hilfsmittel (Knieschoner usw.) untersucht hätte!
 
Bevor es dann richtig losging, spielte die Festmutter gleich mal den ganzen weiblichen Charme aus, und sorgte mit der Überreichung eines Blumenstraußes an Augustin Sigls Ehefrau, Andrea, für eine positive familiäre „Grundstimmung“. Trotzdem ließ sich der angehende Schirmherr, der in seiner Begrüßungsrede von einer „großen Ehre und Freude“ sprach, nicht davon abbringen, seinen Test durchzuführen. Im ersten Teil, einem Geschichtsquiz, schlug sich das Sextett dann so lala. Allerdings hatte Sigl auch einige schwere Fragen vorbereitet! Hätten Sie zum Beispiel gewusst, dass der Bierkrieg anno 1910 von einer Erhöhung des Preises für einen Liter Bier von 20 auf 22 Pfennig ausgelöst worden war!?
 
Nachdem die Abordnung diese Klippe so einigermaßen umschifft hatte, stand eine leichtere Herausforderung auf dem Programm. Alle Sechs mussten eine Halbe Wasser auf Ex ausleeren. Angesichts des recht sonnigen Wetters und des gerade absolvierten Fußmarsches vom Feuerwehrhaus zum Sigl-Anwesen stellte dieser Test keinerlei Problem dar! Für besonders viel Gelächter unter den anwesenden Besuchern sorgte dann der dritte Test. Dafür hatte Sigl extra einen Stuhl auf das eine Ende einer Wippe und ein Wasserbassin auf das andere Ende montieren lassen.
 
Und da Pfarrer Kabwende beim anstehenden Fest ja eine wichtige Rolle zufällt und er auch einer der „gewichtigsten“ Männer in der ganzen Marktgemeinde ist, durfte er auf dem Stuhl Platz nehmen und die Truppe der FFW Oberhaselbach musste ihn in Wasser aufwiegen! Das funktionierte folgendermaßen: die rund 30 Feuerwehrler bildeten mit mehreren kleinen Eimerchen eine Kette von einem extra vorbereiteten Planschbecken ca. 50 Meter von der Wippe entfernt und mussten dann per Eimerkette das Wasser in das Bassin füllen. So lange, bis das Bassin voll war und der Pfarrer, der bekanntermaßen ja für jeden Spaß zu haben ist, quasi zu einer kleinen „Himmelfahrt“ ansetzte.
 
Erst als diese Aufgabe unter dem Applaus aller vollendet war und Pfarrer Kabwende wieder sicheren Boden unter den Füßen hatte, gab Sigl sein Ja-Wort. Anschließend überreichte ihm Gruber den traditionellen weiß-blauen Schirm und zudem noch eine Statue des heiligen Florian. Der frischgebackene Schirmherr spannte nun den selbigen auf und schloss, bevor er alle Anwesenden zu einer Brotzeit ins Gasthaus Neumeier einlud, mit den Worten: „Im Zeitraum zwischen dem 20. und 22. August möge der Schirm doch bitte kein einziges Mal von oben her nass werden!“

           
V.l.n.r.: Pfarrer Patrice Banza Kabwende, 2. Kommandant Axel Schieder, Festmutter Christa Schieder, 1. Vorstand Erich Gruber, Schirmherr Augustin Sigl, 2. Vorstand Wolfgang Gutrath, Fähnerich Max Butz.

 13. Mai: Schönwetterbitten.

Um nichts dem Zufall zu überlassen, hatte man sich in der Vorstandschaft geeinigt in Altötting um "Schön' Wetter zu bitten". Zunächst war die Anreise per Bus geplant, einige tendierten auch, die Strecke per Fahrrad zu bewältigen, dies erschien jedoch für einen Tag zuviel des "Guten". Da hatte unser Schirmherr Augustin Sigl, selbst eifriger Wallfahrer, die Idee, sich der 2. Etappe der Fußwallfahrer aus Oberlindhart anzuschließen. Dies bedeutete 15 km Fußmarsch von Mühldorf nach Altötting. So mancher war nicht ganz so begeistert über die lange Wegstrecke und den Termin, an dem normalerweise auch der traditionelle Vatertagsausflug stattfindet. Nach kurzer Überzeugungsarbeit waren jedoch alle gerne bereit sich der Pilgergruppe anzuschließen. Knapp 30 Personen starteten pünktlich um 8:30 Uhr in Mühldorf den Fußmarsch. Gegen 12 Uhr kam man dann erschöpft, aber glücklich über das gelungene Vorhaben, in Altötting an. Das "Schönwetterbitten" wurde im Rahmen einer kurzen Andacht in der Kirche abgeschlossen.

           
Die Truppe, die das Abenteuer Altötting mitgemacht hat.
 

 15. Mai: Patenbitten.

Patenverein ist FFW Ascholtshausen

Oberhaselbach (sk) – Mit zwei Terminen an Christi Himmelfahrt und am Samstag ist der dreiwöchige „Bitt-Marathon“ der FFW Oberhaselbach zu Ende gegangen. Besonders erfreulich: nach der Festmutter und dem Schirmherrn hat man mit der FFW Ascholtshausen nun auch einen Patenverein für das 135-jährige Gründungsfest mit Fahnensegnung (20. – 22. August) gefunden.

Das war wirklich Schwerstarbeit! Dieser Gedanke dürfte dem ein oder anderen Mitglied des Festausschusses (gleichbedeutend mit der Vorstandschaft der FFW Oberhaselbach) durch den Hinterkopf gehuscht sein. Die letzten drei Samstage war man nämlich nur unterwegs. Quasi als Abschluss ging dann am Samstag nun noch das traditionelle Patenbitten über die Bühne.

Als Patenverein für das 135-jährige Gründungsfest mit Fahnensegnung haben sich die Haselbacher die befreundeten Feuerwehrkameraden aus Ascholtshausen ausgesucht. Und diese standen am Samstag Nachmittag schon bereit, um den Zug des Jubelvereins, angeführt von den „Pfatterer Buam“ und begleitet von Festmutter Christa Schieder, Schirmherr Augustin Sigl, sowie zahlreichen Besuchern, in Empfang zu nehmen. Nach einer kurzen Begrüßungsrede des Ascholtshausener Vorstands Franz Kammermeier begab man sich in Richtung neues Feuerwehrhaus.

Und dort warteten dann die üblichen Prüfungen auf die fünfköpfige Abordnung der Oberhaselbacher (Vorstand Gruber, 2. Vorstand Wolfgang Gutrath, Kommandant Alfred Luginger, 2. Kommandant Axel Schieder und Festmutter Christa Schieder). Als ersten Test sollte man die für einen Feuerwehrler wichtigste Eigenschaft, die Fähigkeit am Schlauch, unter Beweis stellen. Zwei Kameraden der FFW Oberhaselbach mussten mit einer Kübelspritze einen Eimer umspritzen. Nachdem diese Aufgabe erfolgreich erledigt war, mussten die beiden dann auch noch eine „leckere“ Biersuppe auslöffeln.

Zum Test Nummer Drei mussten dann die Feuerwehrdamen rund um Festmutter Schieder, verstärkt durch einige Besucherinnen, antreten. Tanzen stand auf dem Programm. Zu den Klängen des Flieger-Lieds, Hol das Lasso raus, Macarena und Time Warp stellten sie unter Beweis, dass sie auch beim großen Fest vom 20. bis 22. August keinen Auftritt auf der Bierbank fürchten müssen. Und solche wird es angesichts des fantastischen Musikprogramms mit den Donnervögeln am 20. und den jungen Zillertalern am 21. August auf alle Fälle geben.

Die gestrengen Richter der FFW Ascholtshausen waren aber immer noch nicht zufrieden. Nun wurde das gefürchtete lange Holzscheit hervorgeholt. Bevor die Abordnung des Jubelvereins aber auf die Knie gehen musste, wurden unter dem Gelächter der Besucher die Knie auf eventuelle Hilfsmittel wie Knieschoner usw. untersucht. Nachdem diese entfernt worden waren, mussten Gruber, Gutrath, Luginger und Schieder einige Fragen rund um die guten Beziehungen zwischen Oberhaselbach und Ascholtshausen beantworten. Erst nachdem diese Prüfung erfolgreich absolviert und zudem zwei „Wüstenschnäpse“ und zwei „bayerische Tequilas“ (Klarer, Stück Wurst und Zwiebelring) vertilgt waren, gaben die Ascholtshausener unter dem Jubel der Zuschauer endlich die heißersehnte Zusage, beim Gründungsfest mit Fahnensegnung als Patenverein zu fungieren.

Diese Vereinbarung wurde dann nicht nur per Handschlag, sondern auch mit mehreren Halben des süffigen Stöttner-Festbiers besiegelt. Anschließend machten sich beide Vereine noch einen gemütlichen Abend im Feuerwehrhaus, wobei auch die Gastgeschenke der Oberhaselbacher, nämlich ein Fass Festbier und mehrere Flaschen Schnaps, noch fleißigen Zuspruch erfuhren.

Die Abordnung des Jubelvereins in Erwartung der anstehenden Aufgaben.
 (von links: 2. Vorstand Wolfgang Gutrath, 1 .Kommandant Alfred Luginger, 1. Vorstand Erich Gruber, 2. Kom.Axel Schieder, Festmutter Christa Schieder)

Das Ja-Wort ist gegeben !
(von links: FFW Oberhaselbach 1. Vorstand Erich Gruber, 2. Vorstand Wolfgang Gutrath, 1. Kom. Alfred Luginger, 2. Kom. Axel Schieder, Festmutter Christa Schieder, Schirmherr und 3. BGM Augustin Sigl,
FFW Ascholtshausen 1. Vorstand Franz Kammermeier, Festmutter Gertraud Brunner, 2. Kom. Michael Brunner, 1. Kom. Siegfried Überreiter)
 

20.-22. August: Fahnensegnung mit 135-jährigen Gründungsfest.

„Ein unvergessliches Fest !“ 

Oberhaselbach (sk) – Petrus muss ein Haselbacher sein… oder zumindest muss ihm nach der gelungenen Fahnensegnung der FFW Oberhaselbach mit Gründungsfest die Ehrenbürgerwürde angetragen werden! Denn war es die Tage zuvor noch trüb und kalt, sorgte der Wettergott pünktlich zum Festwochenende für strahlenden Sonnenschein und damit für die Erfüllung der Bitte von Schirmherr Augustin Sigl, der sich beim Schirmherrenbitten erhofft hatte, der „Schirm möge von oben her kein einziges Mal nass werden!“ Die Haselbacher nahmen dieses Geschenk von Petrus dankend an und feierten nach den Worten des ersten Vorsitzenden und Festleiters, Erich Gruber, ein „unvergessliches Fest“!

135 Jahre FFW Oberhaselbach, das war aber nur der eine Aufhänger, warum man vom 20. bis 22. August Unter-, Mitter- und Oberhaselbach, sowie Kumpfmühle, Galling und Oberhausen in eine riesige Party-Area verwandelte. Der Hauptgrund war die Segnung der frisch restaurierten Fahne von 1910, die also ihren 100-jährigen Geburtstag feierte. Los ging’s bereits am Freitagabend, als die Top-Partyband „Donnervögel“ die Besucher im Rahmen einer XXL-Party zu Begeisterungsstürmen hinriss. Von Beginn an sorgten sie mit ihrer fetzigen Musik für allerbeste Stimmung. Zudem wurden die Besucher vom Einsatzteam der Feuerwehr, bewaffnet mit Grillzange und guter Laune, mit den Grillschmankerln der Metzgerei Ganser bestens versorgt. Dazu noch die ein oder andere Maß des süffigen Stöttner-Festbiers – da klang die Musik gleich nochmal so gut.

So war man ausreichend gestärkt für den Samstag, an dem ab Mittag volles Programm herrschte. Nach dem Einholen des Schirmherrn, der Festdamen, -mädchen und –buben, sowie dem Eintreffen des Patenvereins, war der erste richtige Bahnhof bei der Festmutter Christa Schieder angesagt. Diese hatte wieder in gewohnter Manier für allerbeste Bewirtung und sogar ein eigenes kleines Zelt gesorgt. Unter dem standesgemäßen weiß-blauen Himmel bedankte sich Gruber für ihre Bereitschaft, das Amt der Festmutter zu übernehmen, und gab der Hoffnung auf einen lustigen, gemütlichen, erfolgreichen und vor allem unfallfreien Sonntag Ausdruck.

Nachdem Christa Schieder als Dank für die Anstrengungen der letzten Wochen von ihren Festdamen eine Fotocollage und von der Festmutter des Patenvereins, Gertraud Brunner, einen Gutschein für eine Entspannungsmassage geschenkt bekommen hatte, stärkten sich die Feuerwehrler ausgiebig für den anschließenden Marsch zum Totengedenken. Dieses wurde in gewohnt feierlicher Weise von Pfarrer Patrice Banza Kabwende, der selbst aktives Mitglied der FFW Oberhaselbach ist, zelebriert. Kommandant Alfred Luginger legte im Anschluss einen Kranz nieder und Bürgermeister Karl Wellenhofer, der an dem Marsch teilgenommen hatte, hielt noch eine kleine Ansprache.

Danach folgte dann abends aber das Highlight aus partytechnischer Sicht, als die „jungen Zillertaler“ ihre Visitenkarte im Festzelt abgaben. Und schnell stellten die drei sympathischen Österreicher Markus Unterladstätter, Daniel Prantl und Michael Ringler unter Beweis, warum sie als eine der besten Partybands überhaupt gelten. Mit ihrem unnachahmlichen Mix aus Rock-, Pop- und Volksmusikelementen begeisterten sie die Besucher dermaßen, dass bereits nach wenigen Minuten die ersten auf den Bänken standen und mit klatschten. Und als das Trio dann ihre volkstümliche Version des „Fliegerlieds“, mit dem sie 2009 sagenhafte 42 Wochen in den österreichischen Charts vertreten waren, zum Besten gab, kannte die Begeisterung keine Grenzen mehr. Und wieder sollte es eine lange oder besser gesagt kurze Nacht werden…

So richtig wurlte es aber in Haselbach ab Sonntagmorgen, als die Feierlichkeiten ihrem Höhepunkt entgegen steuerten. Nach dem Weckruf um 5 Uhr 30 (für viele nach dem tollen Auftritt der Juzis am Abend zuvor viel zu früh!) wurde zunächst Schirmherr Augustin Sigl, dann der Patenverein Ascholtshausen und die Festmutter Christa Schieder eingeholt, bevor es an das Einholen der Gastvereine ging. Fast alle der insgesamt eingeladenen 58 Vereine waren auch gekommen, um bei Kaiserwetter mit den Haselbachern zu feiern. Schon beim Kirchenzug schweiften die Blicke der Gäste das eine oder andere Mal beifällig nach links und nach rechts: denn ganz Haselbach hatte sich in den letzten Wochen mächtig ins Zeug gelegt und sich richtig schön herausgeputzt. Ganz besonders ansehnlich war der Hof der Familie Braun dekoriert, in dem ab etwa 10 Uhr der Festgottesdienst zelebriert wurde. Natürlich wieder eine Aufgabe für Pfarrer Kabwende, der extra wegen dieses Festes seinen Jahresurlaub unterbrochen hatte. Er erinnerte in seiner Predigt an die Gründerväter vor 135 Jahren, ohne die das heutige Fest nicht möglich gewesen wäre. In den damaligen Zeiten sei es viel schwieriger gewesen als heute, sein eigenes Hab und Gut, aber auch das der anderen vor einer eventuellen Feuersbrunst zu schützen. Umso höher sei der Einsatz dieser Menschen in der damaligen Zeit zu bewerten. Abschließend bat Kabwende darum, diese Tradition auch in den kommenden Jahren und Jahrzehnten fortzusetzen und dem Spruch „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“ weiterhin Leben einzuhauchen. Danach stand der wohl wichtigste Teil des ganzen Festes an: die Segnung der frisch restaurierten Fahne.

1960, beim bis dato letzten großen Fest der FFW Oberhaselbach, war diese Fahne quasi in Rente geschickt worden. Damals entschloss man sich, eine neue Fahne anzuschaffen, und dies mit einer großen Fahnenweihe zu feiern. Die „alte“ Fahne von 1910, die ein halbes Jahrhundert lang treue Dienste geleistet hatte, aber an der die Zeit natürlich nicht spurlos vorübergegangen war, verschwand anschließend im Fahnenschrank und wurde nur noch zu bestimmten Anlässen, vor allem wenn die FFW Oberhaselbach auf zwei Termine gleichzeitig eingeladen war, wieder hervorgeholt. Ein Zustand der der aktuellen Vorstandschaft ein Dorn im Auge war. Immerhin war es zu Beginn des 20. Jahrhunderts alles andere als üblich, dass eine Ortsfeuerwehr ihre eigene Fahne hatte. Schon allein deshalb und auch aus Respekt vor dieser damaligen Feuerwehrgeneration, die zu einer Zeit lebte da Telegrafen, Staubsauger und Rundfunk brandneue Erfindungen waren, aber trotzdem immer unermüdlichen Einsatz für die Sicherheit ihrer Mitbürger leistete, entschloss man sich, die „alte“ Fahne zu restaurieren. Mit der Fahnenstickerei Kössinger in Schierling hatte man den idealen Partner vor Ort. Dort wurde jedes Detail aus dem „alten“ Stoff herausgenommen, der Grundstoff neu eingezogen und in mühseliger Handarbeit fein eingearbeitet. Dazu wurden einige Details in Handmaltechnik ergänzt. Das Ergebnis übertraf alle Erwartungen: Helm, Einreißleiter, Seil und Fackel, sowie der Spruch „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“ erstrahlen auf dem cremefarbenen Seite ebenso in fabrikneuem Glanz wie der Aufdruck der FFW Oberhaselbach, umwoben von einem Eichenblätterkranz, auf der roten Seite der Fahne.

Und dieses alte neue „Schmuckstück“, das künftig auch wieder viel öfter zum Einsatz kommen wird, wurde von den beiden Fahnenbegleiterinnen Beate Geiger und Kerstin Silberbauer feierlich enthüllt und von Fähnrich Max Butz anschließend stolz in den Himmel gereckt. Nachdem die Festmädchen reihum noch ihre jeweiligen Festbänder an der alten neuen Fahne befestigt hatten, sprachen Festmutter Christa Schieder und Schirmherr und 3. Bürgermeister Augustin Sigl (selbst seit 38 Jahren aktives Feuerwehrmitglied) abschließend ihre Dankesworte. Beide verliehen unisono der Hoffnung Ausdruck, dass die Feuerwehr noch viele Jahre in Harmonie und Eintracht zusammenarbeitet, so wie alle vor diesem großen Fest an einem Strang gezogen haben.

Nachdem alle ins Festzelt zurückgekehrt waren und sich die Mittags-Schmankerl der Metzgerei Baumann, die sowohl am Sonntag als auch am Samstag schon die Besucher bestens versorgt hatte, zu Gemüte geführt hatten, ergriff Gruber das Wort und dankte allen, vor allem aber seinem Co-Festleiter und zweiten Vorstand Wolfgang Gutrath, für die geleistete Arbeit. Anschließend begrüßte er die Politik- und die Feuerwehrprominenz, die natürlich ebenfalls der Einladung nach Oberhaselbach gefolgt waren. Der stellvertretende Landrat Josef Laumer, der 1. und 2. Bürgermeister der Marktgemeinde Mallersdorf-Pfaffenberg, Karl Wellenhofer und Hans Trepesch, sowie später noch der Landesvorsitzende der Freien Wähler, Hubert Aiwanger und CSU-Landtagsabgeordneter Josef Zellmeier machten ihre Aufwartung. Aus den gehobenen Feuerwehrkreisen waren Kreisbrandinspektor Werner Schmitzer, sowie die Kreisbrandmeister Herbert Dietl und Johann Beck anwesend. Zum Abschluss seiner Rede bedankte sich Gruber nochmals explizit beim Patenverein, der FFW Ascholtshausen, die auch schon 1960 an der Seite der Haselbacher gestanden war, und auch beim Patenverein von 1910, als die historische Fahne erstmals geweiht wurde, der FFW Herrngiersdorf, mit der man im Rahmen der Festvorbereitung die lange Zeit eingeschlafenen Kontakte erfreulicherweise erneuern konnte.

Nach den Grußworten von stellvertretendem Landrat Laumer, 1. Bürgermeiser Wellenhofer, Vorstand des Patenvereins Franz Kammermeier und KBI Schmitzer war es dann auch schon Zeit für den großen Festzug, der traditionell eines der Highlights jedes Festes ist. Der Haselbacher Festzug machte da natürlich keine Ausnahme! Hunderte Besucher standen am Wegesrand und jubelten den über 50 Vereinen aus Nah und Fern zu. Das offizielle Ende der gesamten Veranstaltung bildete dann die Überreichung der Erinnerungsgeschenke. In diesem Rahmen bedankte sich Gruber nochmals bei allen und verlieh der Ausdruck Hoffnung, dass dieses große Fest, das alle gemeinsam auf die Beine gestellt hatten, den Zusammenhalt im Ort weiter stärkt – eine Hoffnung, die wenn man die abgelaufenen drei Festtage betrachtet, sicherlich gerechtfertigt ist!

 
       
Sie sorgten am Freitagabend für Stimmung im Festzelt:
Die "Donnervögel"
und sie rockten am Samstagabend: Die "Jungen Zillertaler" Schirmherr Augustin Sigl (links) und Festleiter Erich Gruber Zwei der prominenten Ehrengäste: Stellv. Landrat Josef Laumer (links) und 1. Bürgermeister Karl Wellenhofer
     
Die komplett restaurierte Fahne von 1910 Die gute Seele der ganzen Veranstaltung: Festmutter Christa Schieder Der Paten- und der Jubelverein, sowie alle Festdamen, -mädchen und -buben

 13. November: Jahreshauptversammlung.

„Der Jugend gehört die Zukunft!“


Turnusgemäße Jahreshauptversammlung der FFW Oberhaselbach – Rückschau auf Fahnensegnung mit Gründungsfest – Vorschau auf die Zukunft, in der die Jugend vermehrt eingebunden werden soll.

Oberhaselbach (sk) – Die turnusgemäße Jahreshauptversammlung der FFW Oberhaselbach im Gasthaus Bücherl in Mitterhaselbach vereinte diesmal Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft in einem. Großes Thema war natürlich das phantastische Fest im August, als die FFW die restaurierte Fahne von 1910 neu segnen ließ und gleichzeitig noch das 135-jährige Gründungsfest feierte. Mit den Worten: „dieses Fest wird noch lange in den Herzen aller Einwohner nachklingen“, brachte der 3. Bürgermeister der Marktgemeinde und Schirmherr der Veranstaltung, Augustin Sigl, die Gefühle auf einen Nenner. Neben der Rückschau auf dieses Ereignis standen noch Ehrungen verdienter Mitglieder und damit die Gegenwart, sowie die Zukunft in Form des behutsamen Aufbaus einer Jugendfeuerwehr im Blickpunkt.

Der erste Vorstand der FFW Oberhaselbach, Erich Gruber, begann die Jahreshauptversammlung, zu der sich als Ehrengäste wie erwähnt der 3. BGM Sigl, sowie Festmutter Christa Schieder, Marktgemeinderat Axel Schieder (gleichzeitig 2. Kommandant) und Ehrenvorstand Helmut Braun eingefunden hatten, mit einer Gedenkminute für die verstorbenen Kameraden. Danach ging’s zügig über zu einem kurzen Rückblick auf das vielleicht aufregendste Jahr in der Geschichte der Feuerwehr. Vor allem Kassier Klaus Husarek, aber auch alle freiwilligen Helfer, die zum Gelingen des Festes beigetragen hatten, mussten bereits lange im Vorfeld des Großereignisses richtige Schwerstarbeit verrichten. Gruber beendete seine Ausführungen mit den Worten: „Das ganze Dorf hat das Beste gegeben und dieses Fest war alle Mühen wert!“

Diesen Worten schloss sich der erste Kommandant, Alfred Luginger, nahtlos an. Auch er dankte noch einmal allen, die sich in der Zeit vom 20. bis 22. August, aber auch in den Tagen davor und danach an den Arbeiten beteiligt hatten. Anschließend rückte er aber auch noch andere Ereignisse im abgelaufenen Jahr in den Vordergrund. So hatte die FFW Oberhaselbach in den Morgenstunden des 13. April einen Brandeinsatz auf dem landwirtschaftlichen Anwesen der Familie Oswald in Unterhaselbach, an dem 19 Einsatzkräfte beteiligt waren. Besonders tragisch war ein Einsatz in den späten Abendstunden des 29. Mai, als sich in Oberhaselbach ein tödlicher Unfall ereignete. Die restliche Zahl der insgesamt rund 150 Einsatzstunden im Jahre 2010 waren angenehmeren Aufgaben wie Verkehrsabsicherungen bei diversen Festivitäten gewidmet. Fleißig geübt wurde aber auch. Rund 120 Stunden wurden bei fünf Lösch-Übungen und mehreren Schulungen, unter anderem erstmals eine Winterschulung Ende 2009, verbracht. Besonders stolz zeigte sich Luginger auf den frischgebackenen Gerätewart Christian Meier, sowie auf Alexander Gruber, der eine Atemschutz-Ausbildung absolviert hatte.

Anschließend ergriff Jugendwart Andreas Rauch das Wort und konnte zufrieden konstatieren, dass derzeit über 30 Kinder und Jugendliche in der Jugend-Feuerwehr aktiv sind. Gerade vor dem Hintergrund, dass das aktuelle Durchschnittsalter der Einsatztruppe der FFW Oberhaselbach stattliche 41 Jahre beträgt, werde die Investition in die Zukunft immer wichtiger, so Rauch. Neben der Teilnahme an diversen Veranstaltungen in diesem Jahr wurde erstmalig auch eine monatliche Übung für die Jugend-Feuerwehr eingeführt – und zwar sowohl theoretisch, als auch praktisch. Und die Investition in den Nachwuchs soll in der nahen Zukunft noch weiter vorangetrieben werden. Elf Kinder und Jugendliche beteiligen sich demnächst an einem zentralen Wissenstest in Mallersdorf, 2011 folgt dann der praktische Teil der so genannten „Jugendflamme“. Zudem ist wieder eine aktive Beteiligung an der Landkreis-Aktion „Sauber macht lustig“, sowie aller Voraussicht nach die Durchführung eines Jugend-Zeltlagers vorgesehen.

Zum Abschluss der Thematik Ausblick auf das kommende Jahr ging Kommandant Luginger auf die Termine für die „Großen“ ein. So steht eine erneute Winterschulung (Schwerpunktthema integrierte Leitstelle), eine Leistungsprüfung im Mai 2011, sowie im gesellschaftlichen Bereich die Christbaumversteigerung am 18.12. im Gasthaus Neumeier in Oberhaselbach an. Nach dem Bericht des Kommandanten folgte der mit Spannung erwartete Bericht des Kassiers, der wie eingangs erwähnt in diesem Jahr Schwerstarbeit zu verrichten hatte. Klaus Husarek erhielt aber von allen Seiten Lob für seine umsichtige Kassenführung, die der FFW Oberhaselbach trotz großer Ausgaben im abgelaufenen Jahr, einen soliden Kassenstand beschert. Deshalb war die anschließende Entlastung der Vorstandschaft durch die Kassenprüfer nur eine Formsache und erfolgte einstimmig.

Nach einem hörenswerten Rückblick der Chronistin Beate Geiger, die äußerst humoristisch und deshalb von zahlreichen Lachern begleitet, noch einmal die Tage im August Revue passieren ließ, stand der Punkt Ehrungen verdienter Mitglieder auf dem Programm. Mit einer Urkunde und einem Ehrenkrug plus Blumenstrauß für die Dame wurden dabei die drei Mitglieder Kerstin Silberbauer, Andreas Rauch und Christian Beck für zehn Jahre aktive Mitgliedschaft bei der FFW ausgezeichnet. Anschließend standen noch einige Beförderungen an. So wurden Anja Guggenberger und Bernhard Luginger nach erfolgreich absolvierter Truppmannausbildung zur Feuerwehrfrau bzw. –mann, sowie Thomas Riescher, Christian Meier, Franz Zeiler, Ludwig Rauch und Augustin Sigl zum Hauptfeuerwehrmann befördert. Darüber hinaus begrüßte Kommandant Luginger mit Susanne Sigl ein neues aktives Mitglied in der 95-köpfigen (davon 40 aktiv) Truppe. Einen Abgang hat dagegen die Vorstandschaft zu vermelden: der 2. Vorstand Wolfgang Gutrath legte nach elfjähriger hervorragender Tätigkeit in der Vorstandsriege sein Amt aus gesundheitlichen Gründen nieder, wird der Feuerwehr aber als passives Mitglied erhalten bleiben. Zur kommissarischen Stellvertreterin wurde bis zu den Neuwahlen im kommenden Jahr Beate Geiger von den Vorstandskollegen ernannt. Da zum Abschluss unter dem Punkt „Wünsche und Anträge“ keinerlei Wortmeldungen erfolgten, ging die Jahreshauptversammlung in entspannter Atmosphäre zu Ende.
.

           
Die Geehrten mit 3. Bürgermeister Augustin Sigl, Vorstand Erich Gruber, 1. Kommandant Alfred Luginger, 2. Kommandant Axel Schieder. (Hinten v.r.n.l.)
 

Der "besondere" Jahresrückblick von Beate Geiger.

Wie ich dieses Jahr überlegt habe, was sollte im Jahresrückblick erwähnt werden, gingen meine Gedanken an all jene, die ich in den Jahren seit dem ich dabei bin, hab gehen sehen. All die Feuerwehrler und die Feuerwehrverbundenen, die sich von dieser Welt verabschiedet haben und ich dachte, wie wird es ihnen wohl in diesem Jahr ergangen sein, wenn sie von der anderen Seite auf uns blickten.
Ja – oberg‘schaut werden sie haben, und stolz werden sie gewesen sein, a Hoselbacher zu sa.
„Do“, werden sie g‘sagt hom, „Aloisius schau obe, wias zuageht do unten.
Ja habst ihr des gesehen, was sie jetzt scho wieder treibn.
Ja schau hie, wia dene in der Vorstandschaft de Kopf rauchern und da Erich und da Wolfgang de geb‘n ja nur no Rauchzeichen durch! Ja, werden sie g’sagt hom, jetzt schau da des o, wos de für a Fahnenmutterbitten –(die Bezeichnung Festmutter kennanst do obn no net a so ) holt‘n, ja do legst de nieder und schau da de Christa o – ja do machast doch sogar auf des Manna verzichten.

Ja Aloisius schau hi wie der Sigl Gust fürs Schirmherrnbitten herricht, schaut‘s eich des o – do schauts obe wos de do unten scho wieder für einen Aufmarsch hab.
Ja Aloisius etzat gengan de auf Altötting ume, schau hi, da mußt aber etzat scho zum Petrus geh und ehm des nochmal genau darlegen.
Ja etzat stehnand de aufm Ascholtshausener Berg obn, und desmal spuin gar net unsere Hoselbacher Blasmusiker sondern andere hams do und schau hi wie de Ascholtshausener do unten scho herrichten – ja hern etzat de gar nimmer auf zum feiern. Aber obses woi einelassen – geh holts amoi de Ascholtshausener her, ob de des a scho gseng ham, wos de unsern do unten oise a so treibn.

Und da Aloisius muß wohl mit unsere Hoselbacher und a paar Ascholtshausener werden wohl a dabei gewesen sein zum Petrus gange sa und ehm gsagt hom, du Petrus hast du gseng wie se unsere Leit dahoam, dounten so ostrengern, dass a gscheite Fahnerweih feiern kennen. Du woaßt as doch wie des für uns Bayern ist und an Aloisius habst etzat a scho so lang do herom und mia dadadn holt a recht sche bittn, dastast einplana konnst unser Fest und schau doch amoi obe, wier a se plagn, das schee wird. Und dann hamd a se allo troffa und vom 20. – 22. August Publik Viewing gmocht und oba-gschaut, wie a se ostein de Hoselbacher und i glaub stolz hands gwen a Hoselbacher zu sein und oft werds ghoasn hom:
ja schau obe, was treibns denn etzat scho wieder
ja schau hi wia de feiern kennen, ja des ganze Dorf helft zam und alle feiern mit und
ja schau hi, ja host du gseng wias de kracher lassen ja glaubsta a net
ja hot ma sowos scho amoi gseng und zum Petrus werdns gsagt hom,
geh las uns hoit awengl obe, a so a Freud ist des dene zuazumschaun.

Ja so in etwa kann ich mir des gut vorstellen und für uns do herunten ist ja a aso gewesen.

Alle, des ganze Dorf hat zusammengehalten, ob mit dem Fototermin im Schloss ogfanga, mit den Bitten schon Höhepunkte erreicht und in der Vorbereitunsphase des Jubelfestes, als alle, aber wirklich alle zusammngeholfen haben, ob mit Kuchen und Torten, Frauenbundfeen, Torbogeninitiativen vom Binden bis zum Aufstellen, gwurlt hats im ganzen Dorf, a jeder hat hergerichtet und a jeder hat mitgefeiert und für den Zusammenhalt a herzlichs Dankschön an alle gesagt. Ob Zeltaufbau undundund

Der Jubeltag brach ja mit 5.15 Uhr Treffen am Feuerwehrhaus sehr früh an, und ob die bleibenden Momente, die man sich im Herzen bewahrt, der Sonnenaufgang am Weinberg mit Blasmusik und jetzt sama alle beianand und jetzt is a do da Tog oder andere Begebenheiten waren, daß schließt jeder für sich in sein Herz ein und wird diese Momente aber immer wieder, wie für das Leben abgespeichert abrufen können. Der Festgottesdienst ließ so viele Besucher staunen. Hatten wir doch mit unserer Festmutter schon das absolute Sahnehäubchen auf dem Capuccino, also so wirklich die Allerbeste nebenbei bemerkt wird uns wohl auch nie wieder jemand so bewirten wie unsere Christa, und unser Schirmherr, der ja auch alles ins Zeug gelegt hatte und er mußte ja auch unverdientermaßen schrecklich leiden, mit seiner Birkenallergie in einem ganzen Birkenwald zu stehen, waren die Birken doch wunderbar grün und äußerst dekorativ, so mußte er’s halt aushalten – wahrscheinlich hat se da Petrus denkt, ja wenn des etzat Publik wird, das da Gust so an Draht nach oben hat, dann hat a boid für a jeds Festl Schirmherrnschaft zum macha – da muaß man etz a wengal abschrecka , aber nicht nur Festmutter und Schirmherr auch unser Herr Pfarrer der hat dann denn Auswärtigen direkt den Mund offen stehen lassen, ja da warns dann alle baf, weil mir an solchen Herrn Pfarrer ham und dann ist er a no a Feuerwehrler und mir derf ma stolz sa, dass man ham und witzig und lustig ist er a no – an solchen Segen hama mir!!
Und war des sche wia die ganzen Fahnen aufgestellt waren und waren unsere Mädels unsere Frauen und Burschen net wunderbar anzuschaun.
Und der absolute Höhepunkt war um 14.00 Uhr mit dem Festumzug erreicht und so viele reiche Momente….für jeden war doch was dabei!

Ich glaub das dieses Fest in die Analen von Haselbach nicht zu unrecht eingeht und wir können stolz sein auf des Fest, auf des a Haselbacher zu sein und auf unsere Feuerwehr und auf unser Dorfgemeinschaft am Haselbach.

Und viel zu schnell wars dann a wieder rum, weil die Uhr net steh bleibt. Aufgramt war a ganz schnell, weil alle wieder zamgholfa ham und die Triumphbögen wurden niedergelegt und dann kehrten wir alle wieder in ein „normales“ Leben und in den Alltag zurück. Aber dafür braucht man auch solche Feste, um des dazwischen wieder auszumhalten. Und auch die Feuerwehrnormalität kehrte so langsam zurück und die Jugendwehr wurde mit der 1. Übung in den Dienst genommen, davor hatte auch ein Jugendwehrausflug nach Matting den normalen Jahresplan umsetzen lassen. Die Nachfeier – noch a Feier – stand an und das Feuerwehrhaus war das Zentrum des Geschehens Spanferkel mit Kraut und Kartoffelsalat, viel Kartoffelsalat wurde aufgetischt. Musikalische Umrahmung dank dem fidelen Musiker gings bis um 4 Uhr früh und für des obstige Wasserl hatte sich unser Patenverein nicht lumpen lassen. Sche wars mit eich alle in der Nachfeier!
Der Herbst fegte die Blätter von den Bäumen und unser Max feierte sein 60. Wiegenfest und wia ma do so gsessen sand beim Max auf der Geburtstagsfeier, haben wir zurückgeschaut auf dieses Jahr und die verschiedenen Moment aufleben lassen und so sind wir uns alle einig gewesen: Sche war’s und stolz san ma a Hoselbacher zu sa!
 

Eure Chronistin

Beate Geiger