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 9. April: Starkbierfest.

Fahnensegung Hauptthema beim Haselbacher Starkbierfest.

Bruder Barnabas las Dorf-Honoratioren wie gewohnt die Leviten – Feuerwehrgerätehaus wieder bis auf den letzten Platz gefüllt – Christine Brunner rundet Abend mit deftigen Seitenhieben ab.

(sk) Oberhaselbach – Auch das diesjährige Starkbierfest der FFW Oberhaselbach war wieder einmal ein voller Erfolg. Das zeichnete sich eigentlich schon mit Beginn der Veranstaltung am vergangenen Samstag um 18 Uhr 30 ab. Unmittelbar nach Öffnung der Türen des Feuerwehrgerätehauses waren bereits fast alle Plätze belegt. Und bis zum offiziellen Start um 19 Uhr 30 musste sogar noch die ein oder andere zusätzliche Bierzelt-Garnitur aufgestellt werden.

Punkt 19 Uhr 30 griff der „fidele Franz“, der sich für die musikalische Untermalung an diesem Abend verantwortlich zeichnete, engagiert in die Tasten seines Keyboards. Während sich die Gäste die Schmankerl wie Obatzter, Brotzeitteller, Kalter Braten und vor allem die Bierspezialitäten aus dem Hause Stöttner, vor allem den „Pfaffenator“ schmecken ließen, ergriff der erste Vorstand Erich Gruber das Mikrofon zur offiziellen Begrüßung. Neben dem 3. Bürgermeister und Schirmherrn der Fahnensegnung, Augustin Sigl, und den Marktgemeinderäten Bernhard Rehm, Wolfgang Zeller und Axel Schieder (zugleich 2. Kommandant der FFW Oberhaselbach) freute sich Gruber besonders über die Vertreter von zahlreichen Orts- (Schützenverein, Burschenverein, Frauenbund) und Nachbarvereinen wie die FFW Pfaffenberg, FFW Mallersdorf, FFW Birnbach, KLJB Ascholtshausen und vor allem über die zahlreiche Anwesenheit des Patenvereins der Fahnensegnung, die FFW Ascholtshausen. Zu späterer Stunde stießen auch noch Bürgermeister Karl Wellenhofer und Brauerei-Chef Andreas Stöttner zur geselligen Runde.

Mit einem besonderen Dank an die Mädchen und Jungs der Jugendfeuerwehr, die sich tagsüber an der Aktion „Sauber macht lustig“ beteiligt hatten, leitete Gruber wieder zum „fidelen Franz“ über. Gegen 21 Uhr stand dann aber das Highlight des Abends auf dem Programm: der Auftritt von Fastenprediger Bruder Barnabas alias Werner Kagermeier. Wie vor zwei Jahren (das Starkbierfest findet immer im Zwei-Jahres-Rhythmus statt) strapazierte er wieder extrem die Lachmuskeln der Besucher – so manchem stand am Ende sogar ein kleines Lachtränchen im Auge. Natürlich kam der zwar ansonsten stilgerecht im einfachen Mönchsgewand, aber man höre und staune: auch mit einem Headset(!!!) ausgestattete Fastenprediger nicht an der „großen Politik“ vorbei. Die Natur- und Atomkatastrophe in Japan, die Laufzeitverlängerungen bei den AKWs hierzulande und dem Rückzieher nach genannter Katastrophe, die „von und zu Guttenberg-Affäre“ und die Hartz IV-Debatte streifte Bruder Barnabas zwar humoristisch, aber nur kurz. Auch die lokalen Geschehnisse wie die DSL-Problematik rund um die „Diaspora“ Haselbach, die Schlagloch-Piste zwischen Laberweinting und Geiselhöring und die „unendliche Geschichte“ um einen Anhänger fürs Oberhaselbacher Feuerwehrauto handelte er etwas schneller ab. Besonders ausführlich nahm er sich dafür die „Verfehlungen“ der Dorf-Honoratioren in den letzten zwei Jahren und besonders die Geschehnisse rund um die Fahnensegnung mit Gründungsfest im August des vergangenen Jahres vor. Da kam so manch lustiges Ereignis, das bei weitem nicht allen Zuhörern im Raum bekannt war, an den Tag und einigen sonst so braven und ausgeglichenen Feuerwehrlern stieg die Schamesröte ins Gesicht. Besonders hatte Bruder Barnabas neben den „üblichen Verdächtigen“ Erich Gruber (1. Vorstand) und Max Butz (Mädchen für alles und Fahnenträger) diesmal auch die beiden Kommandanten Alfred Luginger und Axel Schieder, sowie Schirmherrn Augustin Sigl auf dem Kieker. Nach rund einer Stunde beendete Bruder Barnabas sein launiges Programm.

Nachdem zunächst wieder der „fidele Franz“ und zwischendurch auch die „Haselbacher Jungbläser“, die seit Jahren ein fester Bestandteil des Starkbierfestes sind, ihr Können gezeigt hatten, wurde der Abend mit einem Auftritt von Christine Brunner aus Ascholtshausen perfekt abgerundet. Wie schon vor zwei Jahren gab sie auch dieses Mal wieder eine gelungene Kostprobe ihrer Scharfzüngigkeit. Sie beleuchtete in humoristischer Weise die Fahnensegnung aus Sicht des Patenvereins und deckte dabei noch das ein oder andere bisher unbekannte „kleine Geheimnis“ auf. Nicht nur dabei bogen sich die Zuhörer vor Lachen, sondern auch bei ihren Ausführungen zur DSL-Diaspora, zum Finanz-Fiasko bei 1860 München oder ihren mit vielen persönlichen Erfahrungen gewürzten Einsichten in diverse Internet-Kontaktbörsen. Auch heuer stellte Brunner damit wieder eindrucksvoll unter Beweis, dass sie sich vor keinem „gstandnen“ Comedian verstecken braucht. Nach ihrem Auftritt war der Abend aber noch lange nicht zu Ende. Viele der anwesenden Gäste ließen sich nämlich die Pointen des Abends zusammen mit einer Halbe „Pfaffenator“ teilweise bis in die Morgenstunden noch auf der Zunge zergehen.

     
Barnabas (Werner Kagermeier) las den Haselbachern gehörig die Leviten ! Christine Brunner brachte "kleine Geheimnisse" an den Tag !

 

10. Juni: Leistungsprüfung.

Leistungsprüfung erfolgreich absolviert.

Gruppe der FFW Oberhaselbach meistert Leistungsprüfung souverän – vier Frauen mit dabei.

(sk)Oberhaselbach – Schweißfeuchte Hände und zittrige Knie standen am vergangenen Freitag bei der FFW Oberhaselbach auf dem Programm. Neun Prüflinge stellten sich den Herausforderungen eines Leistungsabzeichens der Variante 1- einer Gruppe im Löscheinsatz. Von absoluten Neulingen (Stufe 1 – Bronze) bis hin zu alten Hasen (Stufe 6 – Gold rot) war alles vertreten.

Die Prüfungskommission, bestehend aus Kreisbrandinspektor Werner Schmitzer, Kreisbrandmeister Herbert Dietl und dem Kommandant der FFW Pfaffenberg Michael Kagermeier, prüfte die Anwärter auf das Abzeichen in Gold Blau, Gold Grün und Gold Rot zunächst mit einem Theorieteil. Danach zeigten die Feuerwehrler zusammen mit den restlichen Mitgliedern der Gruppe ihre praktischen Kenntnisse bei der Ausführung verschiedener Feuerwehrknoten und Stiche.

Der Kommandant der FFW Oberhaselbach Alfred Luginger, der mit seiner Gruppe im Vorfeld der Prüfung drei Wochen lang rund 30 Übungsstunden absolviert hatte, blieb aber ganz ruhig – war er sich doch sicher, dass seine Schützlinge den Herausforderungen gewachsen sind. Und so war es dann auch. Der Theorieteil wurde bis auf ein paar kleinere Leichtsinnsfehler ebenso souverän gelöst wie der anschließende zweiteilige praktische Part. Zunächst musste die Gruppe innerhalb der vorgegebenen Zeit von 190 Sekunden den korrekten Aufbau und Ablauf eines Löscheinsatzes simulieren. Danach folgte innerhalb von 100 Sekunden noch der Aufbau einer Saugleitung. Beide Male unterschritt die Gruppe die vorgegebene Zeit deutlich, so dass KBI Schmitzer im Anschluss nur sehr wenig zu bemängeln hatte.
Folgende Leistungsabzeichen wurden überreicht. Meyer Christian (Gold Rot), Riescher Thomas (Gold Grün) , Geiger Karl (Gold Grün), Rauch Andreas (Gold Blau), Silberbauer Kerstin (Silber), Fuhrmann Oliver (Silber), Geiger Beate (Bronze), Guggenberger Anja (Bronze), Sigl Susanne (Bronze)
Besonders positiv vermerkten die Prüfungskommission und der 3. Bürgermeister Augustin Sigl, dass sich gleich vier Frauen den Herausforderungen der Leistungsprüfung gestellt und diese ebenso wie ihre männlichen Kollegen tadellos gemeistert hatten.

Aufbau der Saugleitung:
v.l.n.r.: Oliver Fuhrmann, Karl Geiger, Andreas Rauch, Kerstin Silberbauer
 
Die Mannschaft nach bestandener Leistungsprüfung:
v.l.n.r.: 3. BGM Augustin Sigl, 2. Komm. Axel Schieder, 1. Kom. Alfred Luginger, Oliver Fuhrmann, Susanne Sigl, Beate Geiger, Anja Guggenberger, Karl Geiger, Christian Meyer, Andreas Rauch, Kerstin Silberbauer, Thomas Riescher, KBM Herbert Dietl, KBI Werner Schmitzer, 1. Komm. FFW Pfaffenberg Michael Kagermeier

 

22.-24. Juli: Jugendzeltlager.

Jugendzeltlager.

Das Wertvollste ist der Nachwuchs.

Unter diesem Motto stand das Wochenende der Freiwilligen Feuerwehr Oberhaselbach, die in diesem Jahr ein großes Jugendzeltlager veranstalteten. Kommandant Alfred Luginger und ein Betreuerteam trafen mit 35 Kindern hoch motiviert am Freitagnachmittag auf dem Freizeitgelände in Galling ein. Neben vielen kleinen Zelten war ein großes Mannschaftszelt für Versammlungen und Verpflegung aufgestellt worden. Eingeläutet wurde das Wochenende am Freitagabend mit einem Feldgottesdienst, zelebriert von Herrn Pfarrer Patrice Banza Kabwende, der mit Freude feststellte, dass die Jugend den hehren Zielen der Feuerwehr zugetan ist. Viele Besucher hatten sich in dem Zelt eingefunden und nahmen an der gemeinsamen Eucharistiefeier teil. Der Feuerwehrkamerad Oliver Fuhrmann hatte die aktuelle Notsituation in Afrika aufgegriffen und zum Anlass genommen, eine Spendenaktion umzusetzen. Hr. Pfarrer Kabwende griff dieses Engagement auf und dankte den Kindern und Jugendlichen, dass sie nicht nur an ihr Vergnügen denken wollen, sondern auch die Verantwortung für unsere Erde erkennen und die Not des Nächsten sehen. Die gemeinsame Eucharistiefeier nahm einen feierlichen Verlauf. Die Spendenaktion ergab eine Summe von 402,50 Euro. Eine Nachtwanderung und anschließende Lagerfeuerromantik ließen den Freitagabend um 23.00 Uhr mit dem Zapfenstreich ausklingen. Die verschiedenen Aufgaben waren auf die vielen Helfer gut verteilt worden und bis zum Morgengrauen war eine kontinuierliche Nachtwache vor Ort.
Am Samstag stand ein vielfältiges Programm auf den Plan. 7.30 Uhr Frühstück anschließend Schnitzeljagd durch die Ortschaft, mit verschiedenen Stationen. Fragen um „Feuerwehr – Know-how“ waren ebenso Thema wie das Erkennen unterschiedlicher heimatlicher Gehölze u.v.m. Das Mittagessen fand wiederum im Gemeinschaftszelt statt, im Anschluss vergnügten sich verschiedene Gruppen mit diversen Gesellschaftsspielen. Um 14.30 Uhr erschien die Feuerwehr Mallersdorf, die uns ihre Unterstützung zugesagt hatten und ihre umfangreiche Ausrüstung den jungen Feuerwehrbegeisterten vorstellten. Ob Rettungsschere, Sauerstoffgeräte oder Rettungsleiter viele Fragen zeigten den Feuerwehrmännern aus Mallersdorf die Begeisterung unserer Jugend auf, welche sie geduldig beantworteten. Nach einem Obstimbiss und einem rasanten Fußballspiel wurde gegrillt und bei Stockbrot klang dieser aktionsreiche Samstag am Lagerfeuer aus.
Der Sonntagmorgen begann um 7.30 mit dem Morgenappell und Frühstück. Und nachdem in Ascholtshausen der Gottesdienst mit Fahrzeugsegnung stattfand, entschloss man sich kurzfristig mit den Kindern das Feuerwehrauto ebenfalls vorzufahren. Die Eltern trafen gegen 10.00 Uhr am Zeltplatz zum gemeinsamen Weißwurstfrühschoppen ein und als Highlight hatte sich die Feuerwehr aus Pfaffenberg bereit erklärt einen Fettbrand zu de-monstrieren. Ein Fettbrand kann in jedem Haushalt entstehen und damit ist die Prophylaxe diesen abzuwehren bzw. die richtigen Maßnahmen zu ergreifen äußerst wichtig, um Verbrennungen sowie einen Zimmerbrand zu verhindern. Die Kinder und Jugendlichen staunten ebenso wie die Erwachsenen, als die verheerende Auswirkung demonstriert wurde mit Wasser zu löschen. Die genaue Erläuterung richtig zu löschen und das tat-sächliche Löschen mit einem Feuerlöscher waren beeindruckende Erfahrungen für unsere Jugendfeuerwehr. Um 12 Uhr bedankte sich der Kommandant für die vielfältige Unterstützung aus den Reihen der Feuerwehr, der Eltern, der Dorfbevölkerung sowie die vielen Spenden finanzieller und materieller Art. Freudestrahlend bedankte sich die Feuerwehrjugend für das erlebnisreiche Wochenende, bei unverhoffter guter Witterung.

26. November: Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen.

"Danke für den gemeinsamen Weg"

Langjährige Stützen Erich Gruber und Max Butz verlassen Vorstandschaft der FFW Oberhaselbach – neue Vorstandschaft gewählt – Ehrenabende geplant.

Mitterhaselbach (sk) – Im Rahmen der ordentlichen Jahreshauptversammlung der FFW Oberhaselbach mit Neuwahlen beendeten vier Personen absprachegemäß ihre Vorstands-Tätigkeit, darunter die langjährigen Stützen Erich Gruber und Max Butz. Insgesamt stand ein – gut vorbereiteter – Generationswechsel auf dem Programm. Zudem ermöglichten die Mitglieder durch eine Satzungsänderung die Verkleinerung der Vorstandschaft von elf auf neun Vorstands-Mitglieder. In teilweise sehr emotionalen Reden der Weggefährten wurden die Verdienste von Gruber und Butz, aber auch die der scheidenden Chronistin Beate Geiger und Schriftführerin Kerstin Silberbauer gewürdigt. Der 3. Bürgermeister der Marktgemeinde Mallersdorf-Pfaffenberg, Augustin Sigl (selbst aktiver Feuerwehrmann), deutete einen speziellen Ehrenabend der Gemeinde für Gruber und Butz an, auch der 2. Kommandant Axel Schieder stellte eine ähnliche interne Verabschiedung in Aussicht.

Mit leichter Verspätung eröffnete der erste Vorstand der FFW Oberhaselbach, Erich Gruber, am vergangenen Samstag im Gasthaus Bücherl in Mitterhaselbach seine letzte Jahreshauptversammlung in seiner 30-jährigen Vorstands-Ära (12 Jahre 2. Vorstand, die letzten 18 Jahre 1. Vorstand). Zunächst einmal begrüßte er die Ehrengäste, den 3. Bürgermeister, Schirmherr und Feuerwehrmitglied Augustin Sigl, Festmutter Christa Schieder, Ehrenmitglied Karl Geiger sen. und später noch Pfarrer Patrice Banza Kabwende (selbst aktiver Feuerwehrmann). Mit einem Dank an die Vorstands-Kollegen für die tolle Unterstützung im abgelaufenen Jahr und einer expliziten Würdigung der guten Nachwuchs-Arbeit im Verein übergab er das Wort an den ersten Kommandanten, Alfred Luginger.

Dieser stellte gleich mal klar, dass das Jahr 2011, das ja eigentlich ein ruhigeres nach den großen Herausforderungen rund um das 135-jährige Gründungsfest mit Fahnensegnung im Jahre 2010 werden sollte, alles andere als beschaulich war. Neben einem Brandeinsatz am 26. April bei der Sandgrube Daffner in Unterhaselbach (unterstützt von der FFW Pfaffenberg) standen auch ein technischer Einsatz (Straßenreinigung am 6. Juli), fünf Verkehrsabsicherungen, fünf Löschgruppenübungen, sowie einige Lehrgänge und eine erfolgreich absolvierte Leistungsprüfung für neun Mitglieder (darunter vier Frauen) am 10. Juni auf dem Programm. Mit einem ganz besonderen Dank an Gerätewart Butz für die wie immer hervorragende Arbeit im abgelaufenen Jahr, sowie einer lobenden Erwähnung der Homepage (www.ffw-oberhaselbach.de), die von Klaus Husarek gepflegt wird, und einem kurzen Ausblick auf die anstehenden Aufgaben im kommenden Jahr (u.a. Jugendleistungsprüfung) übergab Luginger das Wort an Jugendwart Andreas Rauch.

Dieser vermeldete den erfreulichen Zuwachs der Nachwuchs-Feuerwehrler (12 – 18 Jahre) um fünf auf 17 Aktive. Neben der regen Beteiligung an der ZAW-Aktion „Sauber macht lustig“, einem Besuch der Feuerwehr-Schule in Regensburg, dem Jugend-Zeltlager in Galling, betonte Rauch besonders die erfolgreiche Teilnahme der beiden Jung-Feuerwehrler Bastian Bräuniger und Manuel Mayer an der deutschen Jugendleistungsspange in Haibach.

Als nächster Punkt der Tagesordnung gab Kassier Husarek einen Überblick über den Kassenstand der FW. Dieser fiel nach dem schwierigen Jahr 2010, als das Gründungsfest stark ins Kontor schlug, diesmal wieder äußerst positiv aus. Vor allem das – finanziell gesehen – beste Grillfest aller Zeiten, sowie diverse andere gesellschaftliche Highlights wie die Christbaumversteigerung oder das Starkbierfest spülten einen warmen Geldregen in die nun wieder gut gefüllte Kasse. Somit war der Bericht der Kassenprüfer, sowie die Entlastung der Vorstandschaft nur eine Formsache.

Danach folgte ein Highlight des Abends, der Bericht der scheidenden Chronistin Beate Geiger, auf den sich die Feuerwehrkameraden alljährlich besonders freuen. Auch dieses Mal enttäuschte sie die Erwartungen der Mitglieder nicht – im Gegenteil! Gerade in ihrem letzten Jahresbericht, der in humoristischer, oft aber auch nachdenklicher Weise an die besonderen Events des abgelaufenen Jahres erinnerte, wie zum Beispiel die Christbaumversteigerung, den Ball der Vereine, den Filmabend zum Gründungsfest, das Starkbierfest oder das Grillfest, zog Geiger noch einmal alle sprachlichen Register. Den letzten Teil ihres superben Rückblicks widmete sie den besonderen Erinnerungen an Gruber und Butz, die zwölf Jahre lang Vorstands-Kollegen von ihr waren. Es war das erste, aber nicht das letzte Mal an diesem Abend, dass Gruber sich verstohlen die Augen wischte. Ihren Bericht schloss sie mit den Worten, die am Ende stellvertretend für den ganzen Abend stehen sollten: „Danke für den gemeinsamen Weg“!

Nach zwei, drei Momenten, in denen alle mit ihrer Rührung kämpften, ging's weiter mit einer Satzungsänderung. 2003 war die Vorstandschaft von neun auf elf Personen erweitert worden. Diese Maßnahme hatte sich allerdings als nicht praktikabel erwiesen und sollte nun wieder zurück genommen werden. Die anwesenden Mitglieder stimmten der Verkleinerung der Vorstandschaft einstimmig zu.

Bevor diese Änderung bei der anstehenden Neuwahl in die Tat umgesetzt werden konnte, standen noch zwei Neuaufnahmen, sowie zwei Verabschiedungen aus dem aktiven Dienst an. Die zuvor bereits erwähnten Bräuniger und Mayer, die erfolgreich die deutsche Jugendleistungsspange absolviert hatten, wurden von Kommandant Luginger per Handschlag in den aktiven Dienst aufgenommen. Für zwei andere Feuerwehrkameraden endete dagegen mit Erreichen des 63. Lebensjahres – gesetzlich vorgeschrieben – dieser aktive Dienst. Mit der Bitte, dass sie doch auch als passive Mitglieder dem gesellschaftlichen Leben der FW erhalten bleiben, sowie einer Ehrentafel als Andenken, entließ Luginger die beiden Hauptfeuerwehrmänner Hans Braun und Ludwig Guggenberger (beide seit 45 Jahren aktiv) schweren Herzens in den „Ruhestand“.

Die anschließenden Neuwahlen, die von Wahlvorstand Augustin Sigl und seinen beiden Beisitzern Christa Schieder und Jürgen Braun souverän geleitet wurden, erbrachten folgendes Ergebnis: neuer erster Vorstand der FFW Oberhaselbach ist Oliver Fuhrmann. Zu seinem Stellvertreter wurde Thomas Riescher gewählt. Als Kassier erhielt Klaus Husarek erneut das Vertrauen. Die Posten Schriftführer und Chronist werden künftig in der Person von Andreas Rauch vereinigt. Seine Nachfolgerin als Jugendwartin ist Anja Guggenberger. Den Posten als Fähnrich besetzt künftig Franz Zeiler, den des Gerätewarts Christian Meyer. Die Vorstandschaft wird komplettiert von den beiden Kommandanten Luginger und Schieder. Als künftige Kassenprüfer wurden Ludwig Rauch (wie bisher) und Jürgen Braun (als Nachfolger für Fuhrmann) bestimmt.

Nach der problemlos und harmonisch verlaufenen Wahl nutze 3. BGM Sigl die Gelegenheit, um seinen langjährigen Weggefährten Gruber und Butz noch einmal persönlich für die geleistete Arbeit zu danken, auch im Namen der Marktgemeinde. Gruber habe durch seine 30-jährige Vorstands-Tätigkeit eine Ära in der FFW Oberhaselbach geprägt, so Sigl. Immer aufgeschlossen für neue Ideen initiierte und verankerte er zahlreiche Veranstaltungen im Dorfleben. Selbst durch seine berufliche Tätigkeit in Berlin ließ sich Gruber in seinem Engagement nicht stoppen. Des öfteren seien die Telefondrähte zwischen der Hauptstadt und Oberhaselbach heiß gelaufen, so Sigl weiter. Natürlich vergaß er aber auch Grubers „Zwilling“ Butz nicht. „Der Max ist bei allen umliegenden Feuerwehren bekannt wie ein bunter Hund“, brachte es Sigl auf den Punkt.
Zwar nie selbst in einer führenden Position, marschierte Butz als „gute Seele der FFW“ immer vorneweg – und das nicht nur wegen seiner Funktion als Fähnrich. Das „Mädchen für alles“ hatte in seiner 45-jährigen aktiven Zeit nie eine Fahnenweihe oder ein sonstiges Ereignis, das mit der Feuerwehr zusammenhing, verpasst. Zudem hatte er als Gerätewart immer ein wachsames Auge auf das Feuerwehr-Haus. Dass beide jetzt nach jeweils 45-jähriger Dienstzeit einen Schritt kürzer treten wollen und das Ruder der jüngeren Generation überlassen, sei in höchstem Maße zu verstehen, so Sigl. Zudem stellte er einen Ehrenabend von Seiten der Gemeinde für die beiden in Aussicht. Natürlich vergaß Sigl auch die beiden Damen nicht. Sowohl bei Beate Geiger, die zwölf Jahre lang in herausragender Weise die Chronistenpflicht erfüllt hatte, als auch bei Kerstin Silberbauer, die seit 2005 das Amt der Schriftführerin ausübte, bedankte er sich herzlich.

Anschließend ergriff der 2. Kommandant Axel Schieder das Wort. Als langjährigster Weggefährte der beiden war er sicherlich der Geeignetste, um die Abschiedsworte zu sprechen. Er beleuchtete noch einmal die Karriere von Gruber, der mit der Organisation des 135-jährigen Gründungsfestes mit Fahnensegnung im vergangenen Jahr sein Meisterstück abgelegt hatte. Der scheidende erste Vorstand erhielt neben zahlreichen herzlichen Umarmungen ebenfalls eine Ehrentafel als Andenken. Das gleiche Geschenk erhielt auch Butz, der noch einmal als „Institution“ der Feuerwehr und des gesamten Dorflebens gewürdigt wurde. Die beiden Damen erhielten neben einer Glastafel auch noch den obligatorischen Blumenstrauß. Auch Schieder stellte noch einen speziellen Abschied im kommenden Jahr im Kreis der Feuerwehr-Mitglieder in Aussicht.

Natürlich betonten alle Redner die großen Fußstapfen, in die Fuhrmann als Vorstand, Meyer als Gerätewart, Zeiler als Fähnrich und Rauch als kombinierter Schriftführer und Chronist treten. Alle Vier versicherten aber glaubhaft, sich dieser Verantwortung bewusst zu sein und die Aufgabe nach bestem Wissen und Gewissen zu erfüllen. Die FFW Oberhaselbach steht nach dem Umbruch vor einer großen Herausforderung, aber nicht zuletzt aufgrund der hervorragenden Nachwuchs-Arbeit sieht man sich gut gerüstet, das betonten alle Verantwortlichen unisono. In diesem Sinne bat der neue Vorstand Fuhrmann, um dementsprechende Unterstützung und beendete als erste Amtshandlung in seiner neuen Funktion anschließend die äußerst harmonische Jahreshauptversammlung.

Ausgeschiedene Vorstandsmitglieder:
V.l.n.r.: Chronistin Beate Geiger, 1. Vorstand Erich Gruber, Fähnrich Max Butz, Schriftführerin Kerstin Silberbauer
Die neue Vorstandschaft:
vorne v.l.n.r: Kassier Klaus Husarek, Jugendwart Anja Guggenberger, 1. Vorstand Oliver Fuhrmann, 2. Vorstand Thomas Riescher,
Gerätewart Christian Meyer, 1. Kommandant Alfred Luginger
hinten v.l.n.r.: 2. Kommandant Axel Schieder, Pfarrer Patrice Banza Kabwende, Chronist und Schriftführer Andreas Rauch,
Fähnrich Franz Zeiler, 3. Bürgermeister Augustin Sigl
Aus dem aktiven Dienst ausgeschieden:
Ludwig Guggenberger u. Johann Braun,
(mit Kommandanten A. Luginger u. A. Schieder).
Neu in den aktiven Dienst aufgenommen:
Bastian Bräuniger u. Manuel Mayer,
(mit Kommandanten A. Luginger u. A. Schieder).