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Feuerwehr blickt auf ereignisreiches Vereinsjahr zurück
Oberhaselbach: (rb) Ein fixer Termin im Vereinsjahr der Freiwilligen Feuerwehr Oberhaselbach ist jährlich im zeitigen Frühjahr der gemeinsame Gottesdienst für die verstorbenen Mitglieder und anschließende Jahreshauptversammlung. So hatte die Vorstandschaft für den vergangenen Samstag eingeladen und mit Vereinsfahne im Altarraum und uniformierter Fahnenabordnung wurde gemeinsam Gottesdienst gefeiert und der verstorbenen Mitglieder gedacht. Bischöflich. Geistlicher Rat H.H. Patrice Banza Kabwende, selbst Mitglied der Feuerwehr Oberhaselbach, zelebrierte die Eucharistiefeier, die musikalisch mit Volksgesang und vom Kirchenchor umrahmt wurde.
Angekommen im Haus der Vereine begrüßte Vorstand Axel Schieder die Anwesenden, vor allem Ehrenfestmutter Christa Schieder, Ehrenvorstand Erich Gruber, Ehrenfähnrich Max Butz und H.H. Patrice Banza Kabwende, dem er für die würdevolle Gestaltung des Gottesdienstes dankte, ebenso dankte er dem Kirchchor für die musikalische Begleitung. Im Andenken an die verstorbenen Mitglieder der Wehr, vor allem der kürzlich Verstorbenen Martin Neumeier und Klaus Baumann bat er, sich zu erheben und in Stille den ehemaligen Mitgliedern Ehre zu erweisen. Dann ging er kurz auf die Tagesordnung und den Ablauf der Versammlung ein, dankte seiner engagierten Vorstandschaft für die unterjährige Unterstützung und wünschte guten Appetit zur anschließenden gemeinsamen Brotzeit. Nach der Stärkung ging er auf die zurückliegenden Aktivitäten der Wehr ein und begrüßte 2. Bürgermeister Martin Kreutz, der inzwischen eingetroffen war. Dann übergab er das Wort an Kommandant Alexander Gruber. 15 Übungen wurden im vergangenen Vereinsjahr abgehalten, bei der Truppmannausbildung haben Emily Fuhrmann und Matthias Zeitler das Modul II erfolgreich abgeschlossen, Daniel Dobmeier hat den Feuerwehr Führerschein erworben, die Atemschutztruppe war wieder im Brandcontainer zu Übungszwecken. Vor allem die Gerätekunde, die im Rahmen einer Übung von beiden Kommandanten an die Aktiven wieder vermittelt wurde, hob er hervor. Nicht das einsatzbereite Fahrzeug sei wichtig, viel Wichtiger ist es, dass im Einsatz jeder Aktive genau wisse wo die Bestückung im Auto ist und jeder Handgriff sitzt. Bei den beiden Einsätzen im vergangenen Jahr habe sich gezeigt, wie unverzichtbar die Schulung der Aktiven sei. Beim Großbrand einer Maschinenhalle in unmittelbarer Nähe zum Schweinestall und der Biogasanlage in Oberhausen am 12.9.25 hat ein hervorragendes Zusammenspiel von Feuerwehren aus 4 Landkreisen und der Haselbacher Ortsfeuerwehr gezeigt. Ein Übergriff der Flammen konnte verhindert werden, die Wassergrube von Konrad Wanninger hat sich dabei als äußerst hilfreich erwiesen. Am 06.11.25 kam es erneut zu einem Einsatz in Oberhausen bei einem Gülleunfall. Da hier aber alles vom Rückhaltebecken aufgefangen wurde, konnte sich die Wehr auf umliegende Reinigungsarbeiten beschränken. Gruber dankte seinen Aktiven für die stete Bereitschaft im Feuerwehrdienst Einsatz zu zeigen. Weiter führte er aus, dass beim Maibaumaufstellen, der Pferdesegnung in Pfaffenberg, der Fronleichnamsprozession, der Labertal-Rallye, beim 150-jährigen Gründungsfest der FW Sallach, beim Martinszug und bei den beiden Kreuzwegen in Oberhaselbach die Feuerwehr stets mit Einsatzfahrzeug und Mannen vor Ort war zur Absicherung der Straßen. Auch für diese Bereitschaft dankte er. Zuletzt ging er noch auf die Neuanschaffungen ein: Leider war bei der bisherigen HyPress die Zulassung abgelaufen, so wurde hier nach 20 Jahren eine Ersatzbeschaffung nötig, eine 40kg-Übungspuppe wurde angeschafft und ein Wasserwerfer für das Einsatzfahrzeug mit einer Leistung von 600 bis 2000 l in der Minute. Einen großen Dank sprach er Manfred Füßl aus, der einen Hydranten-Schlüssel mit Ratsche seinem Heimatverein gesponsert hat. Eine zusätzliche Info für die Aktiven ist, dass künftige Übungen immer Dienstags um 18.30 Uhr stattfinden und dass für den 7. November um 07.30 Uhr der Brandcontainer in Osterhofen angemietet sei, zur Absolvierung der Übungsstrecke der Atemschutzträger.
Zum Top 3 folgte der Bericht der Chronistin Franziska Hackbarth. Auch sie ging auf die Aktivitäten des vergangenen Vereinsjahres ein: die Absicherungen durch die Freiwillige Feuerwehr und die Teilnahme an verschiedenen Gründungsfesten und Fahnenweihen, Fischgrillen und Grillfest, dies alles trug maßgeblich zum gesellschaftlichen Zusammenhalt der Wehr bei. Sie erwähnte die Fortbildungen der Aktiven und das Einsatz-Geschehen. Auch die Verleihung der Ehrenamtskarten, das Priesterjubiläum von Pfarrvikar Dr. John und vor allem die 150-Jahr-Feier am 15.09.25 umfasste ihr Bericht - eine äußerst gelungene, gemeinsame Feier mit dem Schützenverein Almenrausch in überschaubarem Rahmen und geselligem Ehrenabend. Das Einwintern der Hydranten und die Geburtstagsbesuche bei Max Butz (75. Geburtstag),Ehrenvorstand Helmut Braun (90 Jahre) und Augustin Sigl (70.Geburtstag) sowie die Einladung zum Ehrenabend mit Dr. Markus Söder in München und die Christbaumversteigerung rundeten das vergangene Jahr ab. Mit Starkbierfest und Fischgrillen ging es im diesem Jahr bereits wieder gesellig los bei der Feuerwehr. Mit vielen Bildern dokumentierte sie ihre Ausführungen.
Anschließend gab Kassier Klaus Husarek einen Abriss über die Finanzen der Wehr. Er gab Einnahmen und Ausgaben bekannt. Trotz zahlreicher Ausgaben zeigt der Kassenstand immer noch ein ansehnliches Polster. Aktuell habe der Verein 106 Mitglieder, die sich aus Aktiven, Passiven, Förder- und Ehrenmitgliedern zusammen setzen.
Axel Schieder dankte den Vorstandskollegen für die Ausführungen und wandte sich an die Anwesenden, ob es Wünsche gäbe. Hierzu gab es keine Wortmeldungen. Dann gab er bekannt, dass 2 Feuerwehrkameraden eine Ehrung zuteil werde. Daher bat er Herbert Papp und Christian Meyer zu sich. Christian Meyer erhielt für 40 Jahr aktiven Wehrdienst eine Urkunde und eine Floriansfigur, Herbert Papp 25 eine Urkunde für 25 Jahre passive Mitgliedschaft im Verein. Hierzu gratulierten Vorstandschaft, Kommandant und stv. Bürgermeister Martin Kreutz ganz herzlich. Martin Kreutz nahm diese Glückwünsche zum Anlass, in seinem Grußworten den Mitgliedern der Feuerwehr Oberhaselbach ganz herzlich für das geleistete Engagement für die Marktgemeinde zu danken. Er schätze die Oberhaselbacher Wehr mit ihren umfassenden Aktivitäten und den offenen Umgang untereinander. Wie auf die Haselbacher ist er stolz auf alle Feuerwehren der Marktgemeinde, die ehrenamtlich ihren Dienst versehen, sich weiterbilden und auch für den gesellschaftlichen Zusammenhalt sorgen. Auch er, selbst in verschiedenen Vereinen aktives Mitglied, wisse dass unterjährig viel Engagement für das Leben in den Ortsvereinen gefordert ist, das man neben Arbeits- und Familienleben einbringt. Doch ist der gesellige Aspekt, den das Vereinsleben in den Dörfern prägt, eine Bereicherung.
Mit dem Ausblick auf die Teilnahmen an den Gründungsfesten in Prinkofen und Niederlindhart, der Fahnenweihe Hofendorf - Hebramsdorf und Einladung zum diesjährigen Grillfest und der Christbaumversteigerung im Dezember schloss er den offiziellen Teil der Jahreshauptversammlung, die in geselliger Runde im Abendverlauf ausklang.
Das Bild zeigt v.l.n.re: die Kommandanten Zeiler und Gruber, Christian Meyer, Herbert Papp, im Hintergrund zweiter BGM Kreutz und die Vorstände Blöchinger und Schieder. Foto: Franziska Hackbarth Chronistin
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